Hunderte Opfer mit Nacktvideos erpresst - Hacker festgenommen

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Ein US-Hacker, der sich mittels Schadsoftware Zugang zu fremden Computern verschafft hat, wurde festgenommen. In über 200 Fällen hat er seine Opfer erpresst, ihm Geld oder Nacktvideos zu schicken.

Der 31-jährige Mann aus Santa Ana, Kalifornien, hat laut Spiegel Online über Tauschbörsen eine als Sounddatei getarnte Schadsoftware in Umlauf gebracht. Dadurch konnte er sich Zugriff zu diversen Rechnern verschaffen, in denen er nach belastendem Material gesucht hat. Wurde er fündig, etwa in dem er auf gespeicherte Nacktvideos stieß, hat er seine Opfer erpresst, ihm entweder Geld oder noch mehr Nacktbilder zu schicken. Er drohte damit, das bereits vorhandene Material zu veröffentlichen.

Er verschaffte sich außerdem Zugriff auf die Webcams der Opfer, um Einblick in deren privates Umfeld zu erhalten. Auch nahm er per Instant Messaging Kontakt zu Freunden auf, um die Schadsoftware weiter zu verbreiten. Durch einen Keylogger konnte er desweiteren Kreditkartendaten mitprotokollieren und auf diese Weise auf Kosten seiner Opfer einkaufen.

Anfang der Woche wurde er dann vom FBI verhaftet. Zunächst versuchte er noch, sich herauszureden, in dem er vorgab, im Auftrag eifersüchtiger Freunde zu handeln. Er soll außerdem Mitglied in einem Ring von Kreditkartenbetrügern sein. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, für Sicherheit auf seinem PC zu sorgen.

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