Silizium-Laser statt Kupferkabel: Datenübertragung mit 1 Terabit pro Sekunde

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Intel hat es geschafft, eine stabile 50 Gigabit/s-Verbindung zwischen zwei Geräten mit Hilfe von Faseroptik zustande zu bringen und damit das Kupferkabel obsolet zu machen. Künftig können also Lichtstrahlen statt Elektronen zum Datentransport im und rund um den Computer eingesetzt werden. Die Basis hierfür sind Silizium-Photonen, die theoretisch eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu einem Terabit pro Sekunde möglich machen. Justin Rattner, Intel Chief Technology Officer und Director der Intel Labs, hat die neue Technik auf der Integrated Photonics Research Konferenz in Monterey, Kalifornien vorgestellt.

In einem besonderen Verfahren wird Indium-Phosphid mit Silizium in einer bestimmten Gitterstruktur eines Silizium-Wellenleiters verbunden. Damit sind die Chip-Designer in der Lage, verschiedene Wellenlängen eines Solid State Laserstrahls zu erschaffen, indem sie die Gitterstruktur verändern.

Man braucht einem Silizium-Sender und einem Empfänger-Chip. Der Sender-Chip besteht aus vier solchen Lasern, deren Lichtstrahlen in einen optischen Modulator gelangen, der die Daten dort mit 12,5 GBit/s kodiert. Die vier Lichtstrahlen werden dann gebündelt und auf einem einzigen Lichtwellenleiter mit einer Datenrate von 50 GBit/s geschickt. Am empfangenden Ende wird die Verbundstruktur wieder in verschiedene Wellenlängen entbündelt und jede wird zur Dekodierung in einen eigenen Fotodetector geführt. Dort wird das Licht in elektrische Signale umgewandelt.

Intel hat die Verbindung 27 Stunden am Stück getestet und in dieser Zeit etwas  mehr als ein Petabyte an Daten praktisch ohne Fehler übertragen.

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