Skype für Windows Phone: App mit Kunstfehler

Philipp Süßmann

Microsoft hat die finale Version von Skype für das hauseigene mobile Betriebssystem Windows Phone veröffentlicht. Mit der App können Skype-Nutzer auch über Windows Phone Audio- und Videotelefonate per WLAN, UMTS und LTE führen. Doch die die aktuelle Version der App hat einen entscheidenden Mangel.

Skype: Windows zieht mit hauseigenem Service nach

Auch wenn sämtliche Anbieter vermutlich liebend gerne komplett darauf verzichten würden: Auch auf dem mobilen Markt kommt man am Skype Download nicht mehr vorbei. Die VoIP-Software ist nicht nur auf Desktop-PCs fest etabliert, auch auf den großen mobilen Plattformen, Googles Android und Apples iOS, gehört Skype zu den beliebtesten Apps. Jetzt hat auch der dritte Gigant im Bunde, Microsoft, das mittlerweile auch der Besitzer von Skype ist, eine Skype-App im Windows Phone Marketplace veröffentlicht. Die rund 6 MByte große, kostenlose App läuft auf Geräten mit Windows Phone 7.5 und höher mit mindestens 512 MByte freiem Speicher. Damit lassen sich Audio- und Videotelefonate führen (Videotelefonate sind allerdings nur im Portrait-Modus möglich) und Textnachrichten senden und empfangen. Nutzer können sich Telefonkonferenzen anschließen und unerwünschte Kontakte blockieren. Über die  App lassen sich auch neue Kontakte hinzufügen.
Zum Release hat Microsoft ein Video, welches die Funktionsweise der App genauer erklärt:

Entscheidender Konstruktionsfehler in der Windows-Phone App

Bei der ersten finalen Version der Skype-App für Windows Phone ist allerdings ein durchaus ernster Mangel nicht ausgebügelt worden: Anrufe und Sofortnachrichten werden nur angenommen, wenn sich die Anwendung im Vordergrund befindet, also tatsächlich gerade aktiv aufgerufen ist. Der große Haken dabei: Skype für Windows Phone suggeriert dem Gegenüber, der Nutzer sei noch erreichbar. Verpasste Anrufe oder auch Anrufversuche bekommt man als Anwender von Microsofts Smartphone-Plattform aber erst mit, wenn man wieder in die Anwendung wechselt. Auch die Live-Kacheln werden nicht aktualisiert, um verpasste Anrufe oder Chatnachrichten anzuzeigen. Das heißt auch, dass der Anwender beim Skype-Telefonat nicht einmal kurz in andere Anwendungen schauen darf, um dem Gegenüber etwa ein paar Notizen zu übermitteln, die aufgeschrieben wurden.

Leider ist das auch nicht der einzige Fehler: Die Skype-App markiert Sofortnachrichten an einen Offline-Kontakt als “erfolgreich verschickt” und nicht als “ausstehend”. Ereignisse wie eingehende Anrufe und Terminerinnerungen können zudem dazu führen, dass ein Skype-Gespräch beendet wird.

Bleibt zu hoffen, dass Skype, bzw. Microsoft, bzw. eigentlich gehört das ja ohnehin alles zusammen, diese Fehler mit einer neuen Version der App baldmöglichst ausmerzt. Wer darauf nicht warten möchte, kann die App natürlich auch jetzt schon herunterladen.
Die Skype-App für Windows Phone gibt es als kostenlosen Download im Windows Phone Marketplace.

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