Sony Daten-GAU: 2.500 Kundendaten veröffentlicht

Shu On Kwok
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Sony kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nachdem Hacker das Playstation Network, Sonys Musik- und Videodienst Qriocity und Sony Online Entertainment geknackt und Kundendaten entwendet haben, muss nun Sony vermelden, dass persönliche Daten von 2.500 Sony-Kunden am Wochenende für einige Zeit im Internet offen lesbar waren. Nun wird zur Ergreifung der Hacker auch über ein Kopfgeld nachgedacht.

Oh Sony, oh Sony! Der Daten-GAU des japanischen Elektronikkonzerns geht nun in die dritte Runde. Dieses mal aber war kein externer Eingriff Ursache für den Daten-GAU. Für ein kurze Zeit waren Kundendaten für Jedermann im Internet einsehbar, bis Sony die Seite hat entfernen lassen. Laut der japanischen Zeitung Nikkei wurden Daten von 2.500 Gewinnspiel-Teilnehmern veröffentlich. Angeblich lagen diese Daten noch bis vor kurzem auf den Servern einer US-Vertriebstochter von Sony Electronics in Kalifornien.

Laut Sony ist es wohl beim Löschen der Daten zu einer Panne gekommen, die zu der Veröffentlichung führte. Einen Zusammenhang zu den vorherigen Hackerangriffen und der Ankündigung am Freitag bestehe bei dieser Panne nicht.

Aus Sicherheitsgründen waren auch an diesem Wochenende das Playstation Network und die Qriocity-Dienste immer noch offline. Ein Neustart der Dienste sollte eigentlich schon in der vergangenen Woche vorgenommen werden, aber Sony hat sich nun entschieden, mehr Zeit einzuräumen um das neue Sicherheitssystem ausgiebig einem Belastungstest zu unterziehen. Einen genauen Termin für den erneuten Start mit verbesserten Sicherheitsmechanismen hat Sony noch nicht bekanntgegeben, aber man vermutet, dass das Playstattion Network und der Qriocity-Dienst gegen Ende Mai wieder im Betrieb sein werden. Hoffentlich sind dann beide Dienste auch wirklich sicherer geworden.

Wer nun hinter den Angriffen auf die Sony-Netzwerke steckt, ist immer noch nicht bekannt. Um die Hacker schneller zu fassen erwägt Sony sogar ein Art Kopfgeld für Hinweise, die zur Ergreifung führen. Wie dieses Kopfgeld aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Intern wird noch heftig über diese Möglichkeit diskutiert. Laut Expertenmeinungen wird der ganze Daten-GAU Sony eine Milliarde US-Dollar kosten.

via Netzwelt.de

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