Speed-Test: Schnellster Browser ist Opera

Philipp Süßmann
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Geschwindigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um die Wahl eines Internetbrowsers geht. Super-Speed versprechen im Grunde alle großen Browser, aber welcher ist im direkten Vergleich tatsächlich der Schnellste? Der unabhängige Techblog Lifehacker hat’s getestet – und kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Die Konkurrenz am Internetbrowser-Markt ist in den letzten Jahren größer geworden: Seit Google mit Chrome einen gefährlichen Konkurrenten zu Microsofts Internet Explorer und Mozillas Firefox herausgebracht hat, ist die Entwicklung schneller und dynamischer geworden. Chrome erscheint alle sechs Wochen in einer neuen Version, genauso wie Firefox, der gerade erst mit Version 7 nachgelegt hat. Das jüngste FF-Update soll vor allem im Bezug Ressourcenverbrauch punkten. Aber macht Version 7 Firefox auch zum schnellsten Browser zur Zeit? Nicht, wenn man dem Test von Lifehacker glauben will: Dort bekommt nämlich ein klassischer Underdog-Browser die Geschwindigkeits-Goldmedaille.

Lifehacker hat sich die Browser Firefox 7, Internet Explorer 9, Google Chrome 14 und Opera 11.51 vorgeknöpft und lediglich auf ein Kriterium getestet: Geschwindigkeit. In unterschiedlichen Tests (Kaltstart, Laden von Tabs, JavaScript, DOM/CSS, Speicherbelegung) wurden die Programme dem Speed-Test unterzogen und das Ergebnis mag manchen überraschen: Nicht Firefox, nicht der Internet Explorer und auch nicht Chrome dürfen sich die Krone aufsetzen, Opera ist den Testergebnissen zufolge der derzeit schnellste Browser. Lediglich bei JavaScript war Chrome schneller, ansonsten hängte Opera in den restlichen Disziplinen die Konkurrenz ab.

So ist das Ranking im Gesamtergebnis:

  1. Opera 11.51: 82%
  2. Firefox 7: 73%
  3. Internet Explorer 9: 47.5%
  4. Chrome 14: 43%

Überraschend, das gerade Chrome insgesamt so schlecht abschneidet, aber auch Firefox und IE bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm, insgesamt werden die großen Browser also von einem Aussenseiter deklassiert. Bleibt abzuwarten, ob Opera diesen Test öffentlichkeitswirksam nutzen kann, um neue Nutzer für sich zu gewinnen. In den letzten Jahren hat sich der Browser aus Norwegen eher zum Nischenprodukt für ITler entwickelt, mit dem Werbebudget der Konkurrenz kann Opera wohl wenig entgegensetzen. Da kann ein wenig verdiente Gratis-Werbung wohl nicht schaden.

Wer auf der Suche nach dem schnellsten Browser ist, der weiß jetzt jedenfalls, welchen er sich holen muss.

 

 

 

 

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