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Steam-Spiele auf dem Mac: Performance noch ein wenig schwach

commander@giga

Nach dem Launch von Valves Spieleplattform Steam für Mac-Rechner legt sich die allgemeine Aufregung wieder. Zeit, um sich in Ruhe anzuschauen, wie sich die Spiele denn in der neuen Umgebung schlagen. Es bleibt wohl noch Luft nach oben.

Als Valve vergangenen Mittwoch seine Spiele-Plattform für Apples Macintosh-Rechner öffnete und diesen Dutzende neue Spiele bescherte, war dies eine kleine Revolution. Mac-User waren bislang nicht gerade verwöhnt, was die Auswahl an Spielen angeht. Dass es außerdem das enorm erfolgreiche Knobelspiel Portal noch bis zum 24. Mai gratis dazu gibt, ist da nur das Sahnehäubchen. Es gibt also durchaus Grund zur Freude.

Doch wo viel Licht ist, fällt auch ein wenig Schatten. gizmodo.com hat die Performance von Portal auf Rechnern mit Windows 7 und mit Mac OS X verglichen. Es dienten ein Apple MacBook Pro aus dem Jahr 2009 sowie ein aktueller High End-Rechner (modifiziert, um Mac OS X zum Laufen zu kriegen). Getestet wurden beide Rechner jeweils mit der neuesten Version beider Betriebssysteme.

Ergebnis: in keiner der Kombinationen konnte Mac OS X mit den Windowsrechnern Schritt halten. Auf dem MacBook Pro erreichte das Windows-System je nach Einstellung 72,6 bis 54,1 Frames pro Sekunde, die Mac-Version schaffte lediglich 37,3 bzw. 32,1 Frames.
Auf dem High End-Rechner kam man mit Windows 7 auf sagenhafte 247,9 bis 109,3, Mac nur 142,7 bis 87,7. Das ist zwar immer noch spielbar, Portal ist aber auch kein all zu hardwarehungriges Spiel. Die Zukunft wird zeigen, wie man aktuellen Actionspielen zurecht kommen wird. Ausgemacht wurden in den Tests auch noch einige Bugs. So kam es noch zu Clipping- oder Texturfehlen, auch Abstürze wurden beobachtet. Jedoch ist man bei Valve gerade fleissig am patchen, derzeit erscheinen fast täglich neue Updates für die Spiele.

Als Schwachpunkt gilt einerseits die Grafikkarte. Für Mac-Rechner gibt es aufgrund mangelnder Spiele keine sonderlich große Auswahl. Aktuell befindet man sich dort etwa auf 2008er-Niveau, eine wählbare Option für den Mac Pro Tower ist zum Beispiel die AMD Radeon HD 4870.

Andererseits kann Mac OS X nicht auf die Entwicklerschnittstelle DirectX zugreifen, die den Spieleherstellern diverse Tools und Bibliotheken zur Spieleentwicklung bietet. Hier ist man auf OpenGL angewiesen, welches mehr auf Produktivität denn auf Performance setzt.

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