Steam: Doppeltes Pech mit Dirt 3 und Dead Island

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Mit dem Leak von Millionen von Keys für das Rennspiel Dirt 3 und einer versehentlich veröffentlichten Entwicklerversion des Shooters Dead Island hatte Steam heute gleich doppeltes Pech. Dabei kann Valves Spieleplattform in beiden Fällen überhaupt nichts dafür.

Steam: Doppeltes Pech mit Dirt 3 und Dead Island

Beide Fälle bieten kuriose Details und sind bis dato noch nicht ganz aufgeklärt. Da wäre zunächst einmal die Geschichte mit Dirt 3. Um den Verkauf seiner nächsten Grafikkartengeneration zu pushen, legt der Hardwarehersteller AMD den Produkten einen Gutschein-Code für das Rennspiel bei. Dieser kann über Steam freigeschaltet werden. Offensichtlich lagen diese Keys unverschlüsselt auf einem Webserver der zwischen AMD und dem Spielentwickler Codemasters koordinierenden Werbeagentur auf, von wo aus sie nun abgegriffen wurden. Zumeist wurde die Anzahl von etwa 3 Millionen Keys genannt, skeptische Stimmen meinen, es könnten auch “nur” 250.000 gewesen sein.

Nach einigen Stunden Irritation, was mit den Codes denn nun anzufangen ist, wurde die Aktion seitens AMD nun vorläufig gestoppt. In Gamerforen wird nun spekuliert, was mit denjenigen passiert, die einen Key benutzt haben, um Dirt 3 freizuschalten. Eine Schwierigkeit dürfte sein, legitime und illegitimen Keys zu unterscheiden.

In diesem Fall ist Steam immerhin nicht direkt betroffen und wenn immerhin als Plattform involviert, so doch nicht leidtragender. Ärgerlicher ist da schon die zweite Panne des Tages. Kurz nach dem Entwickler Deep Silver seinen Zombieshooter Dead Island auf Steam freigeschaltet hatte, gab es schon die ersten Beschwerden zu massiven Bugs und Abstürzen. Auch wunderten sich viele, dass ohne die Eingabe von Cheats durch einfache Klicks bestimmte Dinge mögliche sind, die so nicht vorgesehen sind. So löst ein Klick auf Y zum Beispiel den noclip-Modus aus, der es dem Spieler erlaubt, unbeeindruckt von Wänden durch das Level zu fliegen. Wodurch das Spielerlebnis erheblicht verkürzt werden kann:

Was ist passiert? Offenbar wurde aus Versehen eine frühe Entwicklerversion des Spiels veröffentlicht statt der Endversion für den Kunden. Für Konfusion sorgte ein Codeschnippsel. Dieser heizte Spekulationen an, dass es sich gar um eine Xbox 360-Version handelt, die hochgeladen wurde. Da es sich bei Dead Island jedoch nicht um einen direkten Port handeln soll, ist anzunehmen, dass der Text ein Überbleibsel einer früheren Basisversion ist.

Wie auch immer, noch an diesem Abend soll auf Steam die eigentliche Version erscheinen. Das betrifft ohnehin nur US-Spieler, in Europa erscheint das Spiel erst am 9. September. Deutsche Spieler müssen sich das Spiel aber wohl aus dem Ausland besorgen, da es hier nicht erscheint. Die notwendige Freischaltung via Steam sollte jedoch auch hier funktionieren.

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