Südkorea könnte demnächst Steam sperren

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In Südkorea muss jedes Spiel von einer Kommission auf seine Unbedenklichkeit hin geprüft werden – kostenpflichtig. Indieentwickler geraten deshalb in Bedrängnis. Nun ist auch die Idee auf dem Tisch, Steam zu sperren. Und Google ist eh immer betroffen.

Laut dem Indiegame-Portal TIGSource erhalten Entwickler von Indiegames derzeit offenbar Aufforderungen, ihre Spiele entweder kostenpflichtig bewerten zu lassen oder sie aus dem Netz zu nehmen. Anderenfalls warten juristische Konsequenzen, denn das südkoreanische Game Rating Board (GRB), eine staatliche Kommission, hat den Auftrag, jedes noch so kleine Spiel auf bedenkliche Inhalte zu überprüfen. Die Gebühren kann sich jedoch nicht jeder leisten, sind diese aus Indiesicht doch recht happig. So kostet laut reddit-User pequt die Bewertung von Spielen je nach Größe zwischen rund 18 und 143 US-Dollar, hinzu kommen je nach Genre, Netzwerkfähigkeit oder Lokalisation jdeoch noch mehrere Koeffizienten, die den Preis schnell steigen lassen.

Dem Bericht nach stehen ebenfalls Pläne im Raum, den gesamten Steam-Dienst zu sperren. Die Spiele dort sind zum überwiegenden Teil nicht bewertet. Da Valve aber eine südkoreanische Version anbietet, wird der Dienst dementsprechend als prüfungsrelevant angesehen. Einem Insider zufolge versucht man aber, eine Alternative zum Sperren zu finden.

Bereits im März hatte Google Ärger mit dem GRB. Diese stößt sich an den diversen Spielen im Android Market, die ebenfalls zum Großteil nicht bewertet sind. zdnetasia zufolge hat man auch hier den Holzhammer rausgeholt und gedroht, den gesamten Market zu schließen. Zuletzt vermeldete Google, dass man den Fall überprüfe. Seit dem ist noch nichts passiert.

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