Symbian: Nokias Handy-Betriebssystem jetzt Open Source

Frank Ritter
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Nokia N97 mit Symbian OS
Das überwiegend in Nokia-Handys verwendete Betriebssystem Symbian ist mit dem heutigen Tag als Open Source (quelloffene Software) verfügbar. Das heißt, jeder darf den Programmcode einsehen, nach Belieben verändern und für eigene Projekte verwenden. Nokia hatte das Symbian-Konsortium im Jahr 2008 gekauft, eine Foundation gegründet und Symbians Umwandlung in quelloffene Software vorangetrieben.

Mit dem Schritt, Symbian unter der Eclipse Public License auch für andere Hersteller kostenfrei verfügbar zu machen, möchte Nokia vor allem dem Google-Betriebssystem Android Paroli bieten, das sich zunehmender Verbreitung und Beliebtheit erfreut.

Lee Williams, Executive Director der Symbian Foundation äußerte gegenüber Wired, dass Symbian nun einen massiven Vorteil gegenüber Adroid habe: Im Gegensatz zum Google-Betriebssystem sei Symbians Quellcode vollständig offen – und nicht nur zu etwa einem Drittel.

Symbian OS
Symbian ist nach wie vor das am meisten verbreitete Handy-Betriebssystem weltweit und läuft auf ca. 330 Millionen mobilen Geräten. Brancheninsider vermuten, dass Symbians Öffnung dennoch zu spät kommt, da die Dominanz vom iPhone und Android auf anderen neu entwickelten Geräten kaum noch einholbar ist. Mit Windows Mobile, Palm OS, Blackberry OS sowie dem auch in diversen Nokia-Handys installierten Maemo-Linux existieren weitere potente Konkurrenten. Man darf zumindest skeptisch sein, ob Symbian durch den Schritt zu Open Source einen neuen Frühling erlebt.

Nutzer aktueller Symbian-Geräte wie dem Nokia N97 können aber immerhin hoffen, dass sich nun eine engagierte Entwicklergemeinde zusammenfindet, die dem Handy-OS neue Funktionen hinzufügt und bekannte Probleme behebt.

Bild “Nokia N97″: William Hook (cc)

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