Symbian.org geht im Dezember offline

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Die Bekanntmachung der Symbian Foundation, sich zum 17. Dezember aus dem Internet größtenteils zurückzuziehen, ist eine Konsequenz aus der Übernahme der technischen Entwicklung durch Nokia. Auf deren Smartphones läuft Symbian als Betriebssystem. Die Foundation selbst ist in Zukunft nur noch für die Lizenzierung der Software zuständig. Daher wird man künftig nicht mehr den Vertrieb der Distribution übernehmen und nahezu alle Internetauftritte abschalten.

Dazu gehören neben www.symbian.org, www.symbian.org/cn, www.symbian.org/jp, developer.symbian.org, developer.symbian.org/cn, developer.symbian.org/jp, kernel.symbian.org, horizon.symbian.org, ideas.symbian.org, blog.symbian.org, blogcn.symbian.org und blogjp.symbian.org selbst der Twitter- und der Facebook-Auftritt.

Entwickler, die künftig mit Symbian arbeiten wollen, müssen die Software ordern, um sie dann per USB oder DVD zu erhalten. Da diese Pakete wohl nicht vor dem 31. Januar nächsten Jahres verschickt werden und außerdem Lieferkosten anfallen, werden die Entwickler aufgerufen, sich die Software herunterzuladen, so lange es noch geht.

Der Schritt Nokias, die Entwicklung von Symbian gänzlich zu übernehmen, hängt wohl damit zusammen, dass der finnische Konzern mittlerweile das einzige Unternehmen ist, das noch auf dieses OS setzt. Zuvor waren Sony und Samsung abgesprungen, die sich nun gänzlich auf Android konzentrieren. Viele glauben, dass sich Symbian langfristig nicht am Markt halten wird. Entwicklungen wie Multi-Touch, das erst dieses Jahr mit dem N8 eingeführt wurde, wurden verschlafen.

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