Time To Say Goodbye - Der Google Reader wird eingestampft

Martin Maciej

Der Google Reader ist bei vielen Nutzern beliebt, kann man damit stets die aktuellsten Nachrichten im Netz zu gewünschten Themen auf den Bildschirm bringen, ohne dafür eigens Webseiten ansurfen zu müssen. Nun kündigt Google das Ende des beliebten RSS-Dienstes an. Zum 1. Juli soll der Betrieb vollständig eingestellt werden. Grund hierfür sind laut Google kontinuierlich sinkende Nutzerzahlen.

Wie Google im offiziellen Blog mitteilt, soll das Kapitel “Google Reader” zum 1. Juli abgeschlossen werden. Mit dem Google Reader lassen sich per RSS personalisierte Nachrichtenticker erstellen, mit Hilfe derer man dynamisch neuen Inhalten verschiedener Webseiten folgen kann, ohne diese direkt aufrufen zu müssen. Der Google Reader informiert Nutzer seit 2005 über Neuigkeiten auf verschiedenen Webseiten. Auch viele Feed-Reader-Apps beziehen ihre Informationen über die Einstellungen des Google Readers. Wie es mit diesen Anwendungen weiter geht, ist noch unklar.

Vorgenommene Google Reader-Einstellungen lassen sich exportieren

Um die bereits vorgenommenen Feed-Einstellungen nicht zu verlieren, ist es Google Reader-Nutzern noch bis zum 30. Juni möglich, die Feeds per Google Takeout zu exportieren. Hierbei handelt es sich um einen weiteren, bei Google integrierten Dienst, mit dem sich Daten als Kopie auf der eigenen Festplatte speichern lassen. Die so gesicherte Konfiguration kann dann in weitere Feed-Dienste integriert werden.

Viele Nutzer zeigen sich erschüttert über Einstellung des Google Readers

Während Google offiziell mitteilt, den Google Reader aufgrund sinkender Nutzerzahlen einstellen zu wollen, mutmaßt der ehemalige Produkt-Manager des Reader, Brian Shih, dass Google mit diesem Schritt einen Großteil der Verwender dazu bringen will, Googles hauseigenes Social Network Google+ zu verwenden.

Der beliebte Google Reader-Dienst wird Mitte des Jahres eingestellt

Der beliebte Google Reader-Dienst wird Mitte des Jahres eingestellt

Viele Nutzer zeigen sich unzufrieden mit Googles Plänen, den Reader-Dienst aufzugeben. Auf der Plattform für Online-Petitionen change.org haben sich inzwischen über 25.000 Reader-Liebhaber zusammengefunden, die Google dazu auffordern, die Einstellungspläne des Readers noch einmal zu überdenken.

Der Google Reader lässt sich über jeden beliebigen Browser aufrufen und konfigurieren. Den Erfolg hat der Reader insbesondere auch der dem Aufstieg der sozialen Medien zu verdanken. So war es bis Oktober 2011 nicht nur möglich, sich Nachrichten und Informationen komfortabel auf einen Blick zu präsentieren, sondern darüber hinaus an Follower mitzuteilen. Mittlerweile hat der Google Reader viele Nutzer aufgrund der hohen Popularität von Facebook und Twitter einbüßen müssen. Nach der Eröffnung von Google+ wurde die Weiterentwicklung des Readers zugunsten des Aufbaus von Google+ stark zurückgefahren.

Um auch nach dem Ende des Dienstes nicht auf die RSS-Feeds verzichten zu müssen, gibt es einige Alternativen für den Google Reader.

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