Tipps gegen Hitze: 35°C und mehr überleben - so geht's

Frank Ritter
5

wueste
Die WM ist vorbei und nun kann sich die Konversation endlich dem einzig relevanten Thema zuwenden, dass derzeit in den Köpfen der Republik herummäandert: Dem Wetter. Wer in den letzten Tagen mal aus dem Haus gegangen ist, wird bemerkt haben, dass es heiß draußen ist. Unerträglich heiß. Damit die sonneninduzierte Bräsigkeit nicht Dauerzustand wird und sich negativ auf Elan und Kreislauf ausübt, greifen wir vom LoadBlog so tief in die Trickkiste wie nur möglich und präsentieren die ultimative Liste mit Tipps zum Überleben in der grausamen deutschen Sommerhitze.

Was tun gegen die Hitze? 9 Tipps zur Erträglichmachung des Hochsommers

  1. salat
    Leicht essen und viel trinken:
    Insbesondere an heißen Tagen ist es wichtig, den hohen Flüssigkeitsverlust des Körpers durch viele Getränke auszugleichen. Aber Trinken ist nicht gleich Trinken: Wasser, Saftschorlen und Tees sind prima geeignet, alkoholische Getränke und Softdrinks weniger. Auf allzu schweres Essen und große Portionen sollte verzichtet werden. Salate und Obst sind perfekt. Wer Herr Lehmann gelesen hat, weiß: Auch Elektrolyte sind wichtig. Also das Essen ruhig mal stärker salzen als sonst.
     
  2. Ventilation: Und ist die Luft noch so warm, wenn sie sich bewegt ist’s gleich halb so schlimm. Glücklich ist, wer beizeiten vorgesorgt hat und sich einen guten Standventilator besorgt hat. Wer keinen hat, sollte sich einen besorgen, solange es die Dinger noch gibt. Ansonsten sind praktisch. PC-Arbeiter können zum Ventilator mit USB-Anschluss greifen. Unsere Kollegen von Macnews haben gerade einen USB-Ventilator zum Sparpreis zur Hand. Vorsicht: Nicht jeder verträgt Ventilatoren gleichermaßen. Im Büro immer mit den Kollegen abstimmen. Wer keinen Ventilator zur Hand hat, bastelt sich einen Fächer. Hier ist das Bastelprinzip beschrieben. Die Herren können natürlich auf das Prinzessinnenmotiv verzichten.
     
  3. wasser vor gesicht
    Den Körper mit Wasser kühlen:
    Allgemein gilt, dass Wasser zum Abkühlen nicht zu kalt, sonder eher lauwarm sein sollte. Richtig kaltes Wasser bringt den Kreislauf in Schwung und setzt damit die Körperfunktionen zum Aufwärmen in Gang. Am schnellsten erfrischt natürlich eine Dusche, tagsüber einige Spritzer Wasser ins Gesicht oder in den Nacken helfen aber auch schon. Ein lauwarmes Fußbad erfrischt schnell und kühlt den gesamten Körper herunter. Hier und da liest man auch von dem Trick, nasse Socken oder in feuchtes T-Shirt anzuziehen. Oder man stürzt sich, so man dazu in der Lage ist, gleich in den Badesee (Infos zu Lage und Wasserqualität der Badeseen).
     
  4. No Sports: Abgesehen vom Schwimmen, sollte man Sport eher vermeiden oder zumindest in die Morgen- bzw. Abendstunden verlegen. Wenn, dann auch nur “leichte” Sportarten wie Joggen oder Fahrradfahren. Laut focus.de setzt dem Körper bei härteren Sportarten, wie etwa Squash, nicht nur die Hitze, sondern vor allem der Flüssigkeitsverlust und der hohe Ozongehalt in der Luft zu.
     
  5. Die Sonne meiden: Klingt profan, ist aber so – wer sich nicht der prallen Sonne aussetzt und den Schatten sucht, bewahrt einen kühlen Kopf.
     
  6. Ruhe gönnen: Wohl dem, der Sommerferien oder flexible Arbeitszeiten hat: Ein mediterrane Siesta oder zumindest mal die Beine hochlegen gibt Energie für die nicht ganz so heißen Stunden des Tages. Dazu muss man natürlich…
     
  7. Die Wohnung bzw. das Haus kühl halten: Tagsüber sollten Fenster geschlossen und Räume abgedunkelt sein. Am frühen Morgen und spät am Abend sollte man gut lüften, am besten mit Durchzug. Ein oft unterschätzter Faktor sind elektrische Geräte. Computer, Monitore und Fernseher (insbesondere alte Geräte mit Röhren) sollten ausbleiben, sonst heizen diese den Raum unnötigerweise zusätzlich auf. Laptops stellt man am besten auf einen niedrigen Energiesparplan herunter. So werden die tragbaren Rechner nicht nur weniger heiß, das dämpft auch die Lüfterlautstärke.

    Ein anderer Punkt ist eine gute Abdunkelung. Also: Tagsüber Jalousien runter oder Vorhänge zu, vor allem bei Fenstern, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Wer keine Jalousien, aber ästhetisch tolerante Nachbarn hat, kann sich Sonnenschutz-Isolierfolien fürs Auto ans Fenster klemmen. Eine Alternative, die eventuell leichter zu befestigen ist, sind die dünnen silbernen Notfalldecken, die man in der Apotheke kaufen kann. Generell gilt: Wo es möglich ist, sollte man den Sonnenschutz außen am Fenster statt innen anbringen.
     

  8. Richtig anziehen: Wenn man denn wirklich tagsüber in die Gluthitze rausmuss, sind Sonnenschutz und adäquate Kleidung Pflicht. Die Devise “So wenig wie möglich” ist gar nicht so sinnvoll, wie man sich das zunächst vorstellen mag. Viel besser ist die Beduinen-Vorgehensweise: Helle, weite Kleidung aus Baumwolle (saugt den Schweiß am besten auf) und eine Kopfbedeckung sind perfekt für die richtig heißen Tage. Auf dem Haupte muss nicht zwangsläufig ein Turban sitzen – Basecap, Stroh- oder Panamahut sind genauso effektiv und putzen zudem ungemein.
     
  9. Bild
    Gut schlafen trotz Hitze:
    Eine dicke Daunendecke braucht bei Nächten knapp unter 30°C niemand. Ein einzelnes Bettlaken oder eine dünne Wolldecke reichen völlig. Wem trotzdem noch zu warm ist, der kann versuchen, eine Wärmflasche mit kaltem (Eis-)Wasser zu füllen und mit ins Bett zu nehmen. Diese an den Beinen lagern. Verrückt, aber sicherlich effektiv: Pyjama in eine Tüte legen und für eine halbe Stunde in den Eisschrank legen, das kalte Kleidungsstück vor dem Zubettgehen anziehen.

Haben wir etwas vergessen? Lasst uns und andere LoadBlog-Leser eure Tipps zum Umgang mit der Hitze wisse. Ab damit – in die Kommentare.

Bild “Kalahari”: Elmar Thiel (cc)
Bild “Salat”: catsper (cc)
Bild “Pilz aus Wasser”: laszlo-photo (cc)
Bild “Eisbär bei 28°C”: Daniel Wiesheu (cc)

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

GIGA Marktplatz