TOOL-BOX Folge 1: Die aktuellen Browser im Überblick

von

In der Winload-Reihe TOOL-BOX präsentieren wir die wichtigsten Programme aus den unterschiedlichsten Bereichen, die einen Platz auf der Festplatte verdient haben: Welche kostenlosen Antiviren-Programme schützen vor Gefahren aus dem Netz? Welche Bildbearbeitungstools beherrschen derzeit den Markt? Und mit welcher Brennsoftware kann ich schnell und komfortabel Daten sichern?
DIESMAL: Die fünf wichtigsten Browser im Überblick – was sie auszeichnet, was sie unterscheidet

Die Auswahl an Browsern ist im Vergleich zu anderen Anwendungen recht übersichtlich. Grob zusammengefasst buhlen fünf Lösungen um die Gunst der Nutzer. Sicherlich haben die meisten Nutzer bereits einen Favoriten auserkoren, aber es kann nie schaden, sich auch mal die Alternativen anzusehen. In unserer Übersicht stellen wir neben dem Internet Explorer auch noch Firefox, Chrome, Safari und Opera vor. Jeder dieser Browser hat seine Vorzüge in bestimmten Bereichen und sie alle bieten jede Menge Features an, um das Surfen im Internet sicherer und effizienter zu machen.

Internet Explorer

Unser erster Kandidat stammt aus dem Hause Microsoft und ist bereits ein Urgestein im Bereich der Browser. Obwohl der Internet Explorer in den letzten Jahren und Monaten immer wieder Marktanteile an die Konkurrenz verloren hat, kann er sich immer noch an der Spitze behaupten. In der aktuellen Version 9 hat Microsoft seinem Browser einige neue Features spendiert und ihn optisch auch einer Schlankheitskur unterzogen. So wirkt die Oberfläche im Gegensatz zu den Vorgängern nicht mehr so überladen und bietet den größtmöglichen Platz für die Darstellung von Webseiten.

So ist standardmäßig nicht nur die Favoritenleiste ausgeblendet, sondern auch die Befehls- und Statusleiste. Einzig die Menüleiste wird angezeigt. Auf Wunsch kann man recht einfach über das Kontextmenü die einzelnen Leisten wieder hinzufügen oder auch entfernen. Um Platz zu sparen hat man im aktuellen Microsoft-Browser auch auf ein separates Suchfeld verzichtet und bietet jetzt eine einzige Eingabemaske an. In der sogenannten OmniBox kann man neben Webseiten-Adressen auch direkt seine Suchbegriffe eingeben. Je nachdem welchen Suchanbieter man ausgewählt hat, werden die Ergebnisse sofort im Fenster angezeigt. Die Tabs ordnet der Internet Explorer nicht wie gewohnt über oder unter der Adressleiste, sondern direkt daneben.

Ganz rechts findet man noch drei Icons. Mit dem Haus öffnet man seine Startseite, während man mit dem Stern Zugriff auf seine Lesezeichen, Feeds und den Verlauf erhält. Das letzte Icon stellt weitere Extras (u.a. Download, Add-Ons und Entwicklertools) zur Verfügung und man kann über die Internetoptionen Einstellungen (u.a. Datenschutz, Sicherheit, Inhalte etc.) vornehmen. Zudem kann man ausgesuchte Tabs einfach per Drag & Drop an die Taskleiste anheften, um sie direkt aufrufen zu können.

Auch unter der Haube bietet der Internet Explorer einige Neuerungen. So unterstützt der Browser Standards wie CSS3 oder auch HTML5, um auch komplexere Inhalte schnell und ohne Probleme darstellen zu können. Wie die meisten Browser kann man den Microsoft-Browser auch mit Hilfe von Add-Ons erweitern. Recht nützlich ist die Anzeige, wie viel Zeit eine Erweiterung für den Start benötigt. So kann man den Browserstart beschleunigen, indem man langsame Add-Ons einfach deaktiviert. Zudem bietet der Internet Explorer auch noch einen Tracking-Schutz, ActiveX-Filterung und Domänen­hervorhebung, um das Surfen sicherer zu machen. Microsoft bietet den Internet Explorer sowohl in einer 32-Bit- als auch 64-Bit-Version an.

Internet Explorer
Die offizielle Website

Firefox

Der Browser von Mozilla ist in Deutschland recht beliebt, aber auch weltweit surfen sehr viele Menschen  mit Firefox. Seit einiger Zeit steht die Version 11 des Browsers zur Verfügung. Innerhalb von wenigen Monaten haben die Entwickler dem Browser jede Menge neue Funktionen spendiert und ihn auch technisch sehr stark weiter entwickelt. Zu den Highlights in der aktuellen Version zählt die integrierte Sync-Funktion, mit der man nun auch seine Erweiterungen, seine Bookmarks und die Passwörter auf unterschiedlichen Rechnern miteinander synchronisieren kann. Zudem hat man auch noch die Kompatibilität der einzelnen Add-Ons erhöht, damit man nicht erst auf den Entwickler warten muss, um die Erweiterungen mit einer neuen Version nutzen zu können.

Um den Umstieg von Nutzern auf Firefox zu erleichtern, bietet der Browser auch eine komfortable Import-Funktion, um Inhalte von anderen Browsern zu übernehmen. Die Oberfläche von Firefox beschränkt sich ebenfalls auf das Notwendigste und verzichtet auf die gewohnten Leisten. Stattdessen steht den Nutzern eine einzige Schaltfläche zur Verfügung, unter der man alle nötigen Funktionen und Menüeinträge aufrufen kann. Auf Wunsch können aber die Leisten auch eingeblendet werden. Dies gilt unter anderem auch für die eigenen Lesezeichen, die man in einer Sidebar öffnen kann. Zwar bietet Firefox noch ein separates Suchfeld, aber man kann seine Suchbegriffe auch in die Adresszeile eintippen. Die sogenannte Awesome Bar schlägt auf Wunsch auch Ergebnisse vor. Recht komfortabel kann man im Suchfeld den Anbieter wechseln, um auf Amazon, Wikipedia oder einer anderen Seite zu suchen.

Recht umfangreich sind die Funktionen für die Tabs, die per Rechtsklick zur Verfügung stehen. So kann man nicht nur Lesezeichen für alle Tabs anlegen, sondern sie anpinnen, neu laden, alle schließen oder sie in ein neues Fenster verschieben. Mit der Panorama-Funktion kann man zudem alle geöffneten Tabs übersichtlich in einem separaten Fenster anzeigen lassen. Eine große Stärke von Firefox ist die Möglichkeit, ihn mit Erweiterungen seinen eigenen Wünschen entsprechend anzupassen. Natürlich bietet auch Firefox einige Funktionen für die Sicherheit: Phishing-Schutz, sichere Verbindungen, Do-Not-Track, Surfen im privaten Modus, Malware-Schutz und viele weitere Sicherheitsfeatures.

Mozilla Firefox
Die offizielle Website

Chrome

Der Browser von Google hat erstmals 2008 das Licht der Internetwelt erblickt. Nach einem eher holprigen Start hat der Browser innerhalb kürzester Zeit eine große Nutzerzahl für sich gewinnen können. Dies liegt in erster Linie daran, dass Chrome schlank, schnell und übersichtlich ist. So ist die Oberfläche des Google-Browsers wirklich sehr spartanisch und konzentriert sich die Darstellung auf die notwendigsten Funktionen. Neben dem Icon für die Startseite findet man noch folgende Schaltflächen: Vor- und Zurückblättern, Reload und das Icon für das Einstellungsmenü. Auch bei Chrome steht eine sogenannte OmniBox zur Verfügung, über die man Webadressen und Suchbegriffe eingeben kann. Ähnlich der Google-Suche schlägt auch der Browser, sobald man ein paar Buchstaben eingetippt hat, passende Ergebnisse vor und bereitet im Hintergrund bereits potentielle Webseiten vor, um sie schneller aufrufen zu können.

Eine Besonderheit bei Chrome ist die integrierte Übersetzungsfunktion. Sobald man eine Webseite in einer fremden Sprache ansurft, bietet der Browser automatisch eine Übersetzung an. Mit einem Klick kann man sich den Inhalt dann in eigener Sprache ansehen. Zwar stimmt in den meisten Fällen die Grammatik nicht, aber um den Inhalt zu verstehen, reicht es aus. Wer möchte, kann Chrome auch mit anderen Google-Diensten verknüpfen und auf Wunsch auch die Inhalte mit allen anderen Chrome-Installationen synchronisieren. Eine weitere Besonderheit ist auch der bereits integrierte PDF-Viewer, so dass man auf externe Erweiterungen  verzichten kann. Dies gilt auch für das Flash-Plug-In.

Wie bei allen anderen Browsern wird auch bei Chrome Sicherheit ganz groß geschrieben. So wird man nicht nur vor Download-Fallen gewarnt, sondern auch vor Webseiten, die Schadsoftware beinhalten und entsprechende Codes ausführen könnten. Recht nützlich sind die automatischen Updates, die den Browser immer auf dem aktuellsten Stand halten, ohne den Nutzer zu stören. Natürlich bietet auch Chrome Malware- und Phishing-Schutz. Darüber hinaus kann man auch einige Einstellungen im Bezug auf den Datenschutz vornehmen. Neben seiner Schlichtheit und Geschwindigkeit kann der Browser auch eine umfangreiche Auswahl an Erweiterungen anbieten. Auch Chrome kann man so seinen eigenen Vorstellungen entsprechend gestalten.

Google Chrome
Die offizielle Website

Safari

Neben den drei großen Vertretern im Browser-Bereich nutzen nur relativ wenige Menschen den Browser aus dem Hause Apple. Auch Safari bietet die Basisfunktionen, die man von den anderen Browsern gewohnt ist. Bereits seit längerer Zeit steht der Browser nicht nur Apple-Nutzern zur Verfügung – man kann mit Safari auch unter Windows im Netz auf Entdeckungstour gehen. Auch stehen dem Nutzer jede Menge Funktionen zur Verfügung, die nicht nur für ein komfortables Surfvergnügen, sondern auch für Sicherheit und Privatsphäre sorgen sollen. Auffällig bei Safari ist vor allem die Startseite, welche die Webseiten an einer Panoramawand mit Vorschaubildern präsentiert. So kann man ohne Umwege auf seine Favoriten zurückgreifen.

Komfortabel kann man mit der sogenannten Leseleiste surfen. Hier lassen sich interessante Webseiten einfügen, um sie später in aller Ruhe durchzulesen. Dabei kann man sich auf Wunsch nur die ungelesenen Seiten anzeigen lassen. Für die Übersichtlichkeit ist auch gesorgt. So präsentiert Safari nicht nur den Titel jeder Webseite, sondern auch ein Vorschaubild und einen Auszug der ersten Zeilen. Neben den obligatorischen Tabs, die in keinem Browser mehr fehlen dürfen, bietet der Apple Browser auch noch eine integrierte Suchfunktion, um bestimmte Inhalte schneller zu finden.

Eine Besonderheit bei Safari ist der gleichnamige Reader. Unterstützt eine Webseite diese Funktion, kann man sich den Inhalt sehr viel übersichtlicher, ohne störende Objekte und Werbung anzeigen lassen. Dafür klickt man einfach den Reader-Button in der Browserleiste, und schon erscheint ein Lightbox-Fenster mit der übersichtlichen Darstellung samt Text, Bilder, Videos und Links. Dabei wird der restliche Bereich der Webseite abgedunkelt, damit man auch nicht abgelenkt wird. Wie bei anderen Browsern auch bietet Safari erweitere HTML5-Unterstützung, privates Browsen, Blockierung von Pop-Ups, Auto-Korrektur/-Vervollständigung und Prefetching, um Seiten noch schneller anzuzeigen. Zudem hat man die Möglichkeit, per Cover Flow durch seine Lesezeichen und den Verlauf zu navigieren. Auch bei Apple werden der Datenschutz und die Sicherheit großgeschrieben. Entsprechende Einstellungen kann man im Menü seinen eigenen Wünschen entsprechend einstellen.

Apple Safari
Die offizielle Website

Opera

Der norwegische Browser Opera findet neben Internet Explorer, Firefox und Chrome kaum Beachtung. Nur sehr wenige Nutzer setzen den Browser ein, obwohl er eine ganze Menge zu bieten hat. So bietet er nicht nur eine aufgeräumte Oberfläche, sondern ist auch noch schnell und sehr sicher im Netz unterwegs. Eine recht nützliche Funktion ist das Turbo-Feature. Sollte man eine eher langsame Internetverbindung zur Verfügung haben, kann man mit einem Klick die Webseiten über die Opera-Server komprimieren lassen, damit sie schneller angezeigt werden können. Eine weitere Besonderheit ist auch die Tab-Verwaltung. Neben den gewohnten Funktionen bietet Opera auch die Möglichkeit, seine Tabs zu stapeln. So kann man ausgesuchte Tabs, deren Inhalte zusammenpassen, unter einer Kategorie zusammenfügen.

Nützlich ist auch die Funktion Opera Unite, mit der man einen eigenen Webserver erstellen kann. Zudem hat Opera von Hause aus einen BitTorrent-Client integriert und nutzt Widgets, um die Funktionalität des Browsers zu erweitern. Wie bei der Konkurrenz kann man auch hier die Oberfläche nach seinen eigenen Vorstellungen verändern und seine Suche direkt über das Adressfeld starten, wobei auch hier während der Eingabe schon erste Vorschläge unterbreitet werden. Auch Opera unterstützt HTML5 und eine verbesserte JavaScript-Engine, um Webseiten schneller und effektiver darstellen zu können. Entwickler dürfen sich zudem über integrierte Entwicklertools freuen. Natürlich ist auch bei Opera der Bereich Sicherheit und Datenschutz ein wichtiger Punkt. So schützt der Browser nicht nur vor gefährlichen Webseiten, sondern auch die Privatsphäre seiner Nutzer. Die bekannteste Funktion, die inzwischen auch bei anderen Browsern zu finden ist, ist die Schnellwahl-Funktion für ausgesuchte Lesezeichen. Hier kann man seine Favoriten übersichtlich anordnen und hat so alles im Blick.

Opera
Die offizielle Website


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

Anzeige
GIGA Marktplatz