TOOL-BOX Folge 4: Media Player, die Entertainment-Zentrale des PCs

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In der Winload-Reihe TOOL-BOX präsentieren wir die wichtigsten Programme aus den unterschiedlichsten Bereichen, die einen Platz auf der Festplatte verdient haben: Welche kostenlosen Antiviren-Programme schützen vor Gefahren aus dem Netz? Welche Bildbearbeitungstools beherrschen derzeit den Markt? Und mit welcher Brennsoftware kann ich schnell und komfortabel Daten sichern?
DIESMAL: Sechs zuverlässige Media Player – was sie auszeichnet, was sie unterscheidet

Auf einem PC kann man nicht nur Spiele zocken und arbeiten, man hat auch die Möglichkeit, sich unterhalten zu lassen. Um Filme oder Musik auf seinem Rechner wiedergeben zu können, benötigt man natürlich eine entsprechende Software. Zwar besitzt Windows von Haus aus bereits einen eigenen Media Player, aber ein Blick auf die Alternativen kann nicht schaden.

Windows Media Player

Da wir den Windows Media Player schon erwähnt haben, können wir unsere Liste auch mit diesem Kandidaten beginnen. Wenn man den hauseigenen Player von Microsoft das erste Mal startet, muss er noch fertig installiert und eingerichtet werden. Während der Prozedur muss man einige Einstellungen vornehmen, wie z.B. in den Datenschutzoptionen oder welche Dateien wiedergegeben werden sollen, die man später auch noch ändern kann. Neben dem Wiedergabefenster bietet der Player auch eine separate Ansicht für die integrierte Bibliothek. Hier kann man seine Videos, Musikstücke und Bilder übersichtlich verwalten. Auf Wunsch können eigene Wiedergabelisten erstellt werden und man kann seine Dateien zusätzlich bewerten.

Jeden Bereich in der Medienbibliothek kann man seinen eigenen Vorstellungen entsprechend gestalten. Mit Hilfe von vorhandenen Filtern besteht die Möglichkeit, die einzelnen Dateien in den verschiedenen Bereichen nach bestimmten Kriterien, wie Bewertung, Datum oder Genre, zu sortieren. Dabei kann man sich auf Wunsch auch Vorschaubilder anzeigen lassen. Während Videos und Bilder nicht in der Bibliothek abgespielt werden können, steht diese Funktion den Musikstücken zur Verfügung. Wer seine Musik im Wiedergabefenster abspielt, kann dazu ein paar visuelle Effekte aktivieren. Darüber hinaus kann man mit dem Windows Media Player auch brennen, Streams nutzen, Daten mit anderen Geräten synchronisieren und sich DVDs ansehen.

Windows Media Player
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VLC Media Player

Unser nächster Kandidat ist ein wirkliches Multitalent. Der quelloffene und freie Mediaplayer VLC gehört zu den beliebtesten Programmen für die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn VLC kommt eigentlich mit allen bekannten Video- und Audio-Formaten zurecht. So unterstützt er neben den Dateien auf dem Rechner auch noch die Wiedergabe von DVDs, Audio-CDs, Video CDs, Streams und Webcams. Für die meisten Codecs werden hierbei keine entsprechenden Pakete mehr benötigt. Zu den unterstützen Formaten gehören neben MPEG, DIVX und WMV unter anderem auch Quicktime, Cinepak und Real Video.

Gleiches gilt auch für die Unterstützung von Audiodateien. Auch hier braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass ein bestimmtes Musikstück nicht wiedergegeben werden kann. Darüber hinaus unterstützt der VLC Media Player auch noch Streams und kann Videos bereits während des Downloads wiedergeben. Natürlich kann man mit diesem Player ebenfalls individuelle Wiedergabelisten erstellen und seine Multimediadateien in aller Ruhe genießen. Zusätzlich kann VLC Videos hardwarebeschleunigt wiedergeben und er bietet einen Medien-Konverter an. Wem die spartanische Oberfläche nicht gefallen sollte, kann sich auf Wunsch auch ein paar Skins für den Player herunterladen.

VLC Media Player
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QuickTime

Der Mediaplayer aus dem Hause Apple darf eigentlich auf keinem Rechner fehlen, wenn man sich im Netz öfters Videos und Trailer anschaut. Das Design von QuickTime ist einfach gehalten und beschränkt sich auf das Wesentliche bei der Wiedergabe von Videos und Musikstücken. Natürlich unterstützt der Player nicht nur Videos im eigenen, sondern auch alle anderen gängigen Formate. Dies gilt im Übrigen auch für den Bereich Audio. Mit QuickTime hat man weiterhin die Möglichkeit, mehrere Fenster gleichzeitig zu öffnen, um Videos abzuspielen. Dabei kann man in den Einstellungen bestimmen, ob der Sound nur für das aktive Fenster zu hören sein soll oder eben für alle.

Um mehrere Songs oder Videoclips hintereinander wiederzugeben, muss man die ausgewählten Dateien einfach per Drag & Drop in das Playerfenster ziehen. Darüber hinaus bietet der Player auch ein paar nützliche Features für die Darstellung während der Wiedergabe und unterstützt wie die meisten anderen Mediaplayer auch Streaming. Wer ein wenig Geld investiert, kann eine Lizenz für die Pro-Version erwerben und schaltet weitere Funktionen im Player frei. So können dann Dateien bearbeitet, exportiert und konvertiert werden. Zudem kann man dann auch Filme, die man sich im Web ansieht, direkt auf die Festplatte speichern. Für die normale Wiedergabe reicht aber die kostenlose Version vollkommen aus.

QuickTime
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iTunes

Da wir schon bei Apple sind, machen wir doch auch direkt mit iTunes weiter. Zwar ist die Software in erster Linie für den Einsatz mit iPod, iPad und iPhone konzipiert, aber auch für Nutzer, die keines der Geräte besitzen, lohnt sich der Download, wenn man eine etwas größere Musiksammlung besitzt. In iTunes kann man nicht nur seine Musik, sondern auch Videos und Apps komfortabel verwalten und abspielen. Zudem hat man die Möglichkeit, mit einem entsprechenden Konto direkt im iTunes Store einkaufen zu gehen und sich Musik und Filme auf die Festplatte herunterzuladen.

Die Programmoberfläche ist Apple-typisch aufgeräumt und erklärt sich mehr oder weniger von selbst. Auf der linken Seite hat man das übersichtliche Menü, von wo aus man direkt auf seine Inhalte zugreifen kann. Dank der integrierten Suche und der Möglichkeit, eigene Sammlungen anzulegen, ist man immer nur wenige Klicks vom gewünschten Inhalt entfernt. Ein recht nützliches Feature ist die sogenannte Genius-Funktion: Hiermit kann man seine Songs analysieren lassen, um Empfehlungen für passende Musikstücke zu erhalten oder damit automatisch Playlisten mit aufeinander abgestimmten Songs generiert werden können. Zusätzlich bietet iTunes auch die Option, Audiodateien zu importieren und eigene CDs zu brennen.

iTunes
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RealPlayer

Der Player aus dem Hause RealNetwork ist ebenfalls kein Unbekannter. Wie die meisten anderen Media Player hat sich auch dieser Kandidat in den letzten Jahren weiterentwickelt und sich den aktuellen Veränderungen im Internet angepasst. So bietet der RealPlayer die Möglichkeit, Videos, die man im Browser abspielen kann, auch direkt herunterzuladen und auf Wunsch sogar zu bearbeiten, bevor man sie abspeichert. Neben den Webvideos beherrscht der Player auch den Umgang mit allen gängigen Formaten wie Quicktime, MPEG oder auch Windows Media Files. Natürlich kann man sich ohne Probleme einfach nur eine DVD anschauen. Zusätzlich bietet der RealPlayer auch einen Privatmodus für die eigenen Videos an. Hier können Inhalte in einem geheimen Ordner gespeichert  und mit einem Passwort geschützt werden.

Wer möchte, kann mit dem Media Player darüber hinaus seine Videos und Bilder komfortabel verwalten. Dabei können entsprechende Inhalte direkt von einem mobilen Gerät auf die Software übertragen werden. Natürlich ist es außerdem möglich, Inhalte mit einem Tablet oder Smartphone zu synchronisieren. Hierbei werden Videos automatisch in das passende Format konvertiert, um sie beispielsweise unterwegs zu genießen. Zudem hat man bei RealNetworks einige Funktionen für das soziale Netzwerk Facebook integriert. So hat man nicht nur direkten Zugriff auf Facebook-Videos, sondern man kann per Tastendruck auch Inhalte für seine Freunde freigeben oder per Mail verschicken. Wer ein paar weitere Funktionen haben möchte, kann sich für die kostenpflichtige Plus-Version entscheiden.

RealPlayer
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WinAmp

Die Software von Nullsoft hat mal ganz klein angefangen und sich im Laufe der Jahre zu einem umfangreichen Media Player gemausert. Während man mit den ersten Versionen nur Musikstücke wiedergeben konnte, präsentiert WinAmp inzwischen auch noch ein paar weitere nützliche Funktionen. Neben der Wiedergabe von Videos bietet der Media Player den Zugriff auf eine geradezu riesige Auswahl an Online-Radiostationen, Podcasts und die Möglichkeit, nach MP3-Dateien zu scannen. Zudem kann man den Player auch über seinen Browser steuern, und wer Windows 7 einsetzt, kann zudem die Steuerung in der Taskleiste nutzen.

Natürlich steht auch bei Winamp eine Bibliothek zur Verfügung, mit der man seine Multimedia-Inhalte verwalten kann. Diese kann man dann mit mobilen Geräten synchronisieren und wer will, kann sogar seine iTunes Bibliothek importieren. Zusätzlich steht eine Funktion zur Verfügung, mit der man seine Musiksammlung ins Internet streamen kann, um jederzeit darauf zugreifen zu können. Auf Wunsch kann man den Zugriff auch Freunden erlauben. Zudem können mit WinAmp CDs gerippt, konvertiert und auch wieder gebrannt werden. Die Erstellung von Playlisten ist ebenfalls möglich. Auch hier steht eine kostenpflichtige Version mit weiteren Funktionen zur Verfügung.

WinAmp
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