TOOL-BOX Folge 5: Perfekte Bildbetrachter für die Fotosammlung

Hüseyin Öztürk
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In der Winload-Reihe TOOL-BOX präsentieren wir die wichtigsten Programme aus den unterschiedlichsten Bereichen, die einen Platz auf der Festplatte verdient haben: Welche kostenlosen Antiviren-Programme schützen vor Gefahren aus dem Netz? Welche Bildbearbeitungstools beherrschen derzeit den Markt? Und mit welcher Brennsoftware kann ich schnell und komfortabel Daten sichern?
DIESMAL: Fünf unvergleichliche Bildbetrachter – was sie auszeichnet, was sie unterscheidet.

Auf vielen Festplatten von Usern befinden sich neben zahlreichen Dokumenten und Anwendungen auch noch jede Menge Multimedia-Dateien. Dazu zählen Videos, Musik und natürlich auch die Bilder. Letztere kann man zwar recht ordentlich in der Ordnerstruktur von Windows verwalten und sich seine Fotosammlung mit dem integrierten Viewer ansehen, aber wer es etwas komfortabler mag und gerne ein paar weitere Funktionen zur Verfügung hätte, sollte sich einen zusätzlichen Bildbetrachter auf den Rechner holen. Diese Tools können die Bilder nicht nur anzeigen, sondern sie auch noch bearbeiten und verwalten.

IrfanView


In unserer kleinen Auswahl haben wir ein paar der beliebtesten Bildbetrachter zusammengefasst und stellen sie kurz vor. Den Anfang machen wir mit IrfanView, dem Klassiker schlechthin. Mit dem leistungsstarken Bildbetrachter kann man sich nicht nur seine Alben ansehen, das Tool bietet darüber hinaus ein paar recht nützliche Funktionen. So kann man seine Fotos in Sammlungen zusammenfassen und diese in einer Diashow betrachten. Auf Wunsch verwandelt IrfanView die Diashow sogar in eine ausführbare Datei, so dass man sie überall starten kann. IrfanView unterstützt nicht nur die gängigsten Bildformate, sondern auch ein paar exotische Varianten. Zusätzlich kann man sich damit Musik anhören und Videos anschauen.

Zudem bietet der Bildbetrachter die Möglichkeit, die eigenen Fotos noch ein wenig nachzubearbeiten. Neben den gängigen Werkzeugen steht ein Grafik-Konverter zur Verfügung, mit dem man seine Fotos in jedes gewünschte Format umwandeln kann. Auch die Größe kann individuell verändert werden. Sehr nützlich ist die eingebaute Batch-Funktion, mit der man mehrere Arbeitsschritte automatisch ablaufen lassen kann. So kann man eine große Anzahl von Bildern in einem Rutsch nicht nur umbenennen sowie in der Größe verändern, sondern gleichzeitig auch konvertieren. IrfanView lässt kaum noch Wünsche offen und dank der Plugins kann man den Bildbetrachter sogar noch weiter aufrüsten.

IrfanView
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Photoscape


Unser nächster Kandidat hört auf den Namen Photoscape und ist ebenfalls mehr als nur ein Bildbetrachter. Auch mit diesem Tool kann man seine Bilder betrachten, bearbeiten und verwalten. Der Startbildschirm bietet dem Nutzer eine übersichtliche Ansicht aller zur Verfügung stehenden Funktionen, so dass man sich direkt einen Überblick verschaffen und ohne Umwege die gewünschten Arbeiten ausführen kann. Angeordnet sind die verschiedenen Funktionen in einem Kreis und können per Mausklick aufgerufen werden. Neben den obligatorischen Werkzeugen, mit denen man seine digitalen Fotos bearbeiten kann, stehen auch noch ein paar besondere Features zur Auswahl: unter anderem ein GIF-Animator, ein RAW-Konvertierer, ein Bildteiler, ein Screenshot-Tool und eine Funktion, mit der man Collagen erstellen kann.

Natürlich kann man auch mit Photoscape seine Bildersammlungen ordentlich verwalten und auf Wunsch in Slideshows wiedergeben. Darüber hinaus bietet dieser Bildbetrachter einen Batch-Editor, mit dem man mehrere Dateien gleichzeitig und automatisiert bearbeiten kann. Die Oberfläche von Photoscape erinnert an die Explorer-Ansicht von Windows und ist klar gegliedert. Links findet man die Ordnerstruktur und die Vorschau der Bilder. Im Hauptfenster findet man die Arbeitsfläche, wo die Bilder dargestellt werden. Je nachdem, welche Funktion man aufgerufen hat, findet man rechts oder unterhalb der Arbeitsfläche die passenden Werkzeuge.

Photoscape
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Picasa


Recht umfangreich ist auch die Lösung aus dem Hause Google. Picasa bietet dem Nutzer recht pfiffige Funktionen, mit denen man seine Bilder bearbeiten kann. Zu den interessantesten Werkzeugen gehört sicherlich das Face Movie-Feature. Mit Hilfe der Gesichtserkennung kann Picasa Fotos von einer bestimmten Person so anordnen, dass sich das Gesicht, während die Bilder wechseln, immer im Zentrum des Videos befindet. Auch mit dem Google-Bildbetrachter kann man seine Sammlung von digitalen Fotos bearbeiten. So können rote Augen entfernt, Farben optimiert oder einzelne Bereiche verändert werden. Wer möchte, kann sogar Diashows, Bildschirmschoner und Collagen erstellen. Eigene Fotos können dann auch noch ausgedruckt, exportiert, per Mail verschickt oder mit dem Onlinedienst WebAlbums im Netz veröffentlicht werden.

Zusätzlich kann man aus der Software heraus Abzüge von seinen Urlaubsfotos bestellen, eine CD oder DVD brennen und sogar Videos zusammenstellen, die man später auf YouTube hochladen kann. Picasa ordnet die eigene Bildersammlung automatisch nach dem Aufnahmedatum an und importiert die Schnappschüsse von einer angeschlossenen Digitalkamera. Auch das Betrachten der eigenen Bilder ist sehr komfortabel, und man kann auf eine integrierte Suche zurückgreifen, die Bilder sogar anhand der Farbauswahl wiederfindet. Bei Bedarf kann man seine Inhalte nun auch direkt auf Google+ teilen.

Picasa
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XnView


Auch dieser Klassiker hat so einiges auf dem Kasten. XnView unterstützt rund 400 Formate und kann Bilder in rund 50 Formaten abspeichern. Die angebotenen Funktionen des Bildbetrachters lassen kaum noch Wünsche offen. Zu den Stärken von XnView gehört unter anderem die Bearbeitung von Bildern. So können ganze Verzeichnisse in das gewünschte Format konvertiert werden, man kann Dateien automatisch umbenennen und in der Größe verändern. Zudem bietet das Tool auch Diashows, Stapelverarbeitung, ein Screenshot-Tool und natürlich Werkzeuge für die Bildbearbeitung, um Helligkeit, Kontrast oder die Farben zu ändern.

Komfortabel ist auch die Möglichkeit, eine Diashow über das Kontextmenü zu starten und diese auch mit Übergangseffekten und Musikuntermalung auszustatten. Die eigene Bildersammlung kann man sich übersichtlich mit Vorschaubildern anzeigen und auf Wunsch sogar eine HTML-Seite erstellen lassen. Neben Bildern unterstützt XnView auch Videoformate und das Rawzor-Format, mit dem RAW-Dateien verlustfrei komprimiert werden können. Auch XnView nutzt die Explorer-Ansicht, um eine optimale Darstellung zu gewährleisten. Alle Funktionen stehen übersichtlich in der oberen Leiste zur Verfügung und wer möchte, kann sich weitere Plugins installieren.

XnView
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FastStone Image Viewer

Kommen wir zu unserem letzten Bildbetrachter, der ebenfalls mit umfangreichen Funktionen beindrucken kann. Natürlich unterstützt auch der FastStone Image Viewer alle gängigen Bildformate und bietet die obligatorischen Werkzeuge für die Bildbearbeitung. Neben den Standardfunktionen wie Kontrast, Helligkeit, Beschneiden und Größe verändern bietet die Software neben der Möglichkeit, rote Augen zu entfernen, auch noch Optionen, die Bilder mit Rahmen, Umrissen, Texten und weiteren Effekten zu verschönern.

Zusätzlich unterstützt der Bildbetrachter RAW-Formate von Digitalkameras. Diese Formate kann man sich nicht nur ansehen, sondern auch konvertieren. In einer Vorschau kann FastStone Image Viewer dem Nutzer vor dem eigentlichen Prozess bereits anzeigen, wie das Bild aussehen würde. Die Bildersammlungen zeigt der Viewer sehr übersichtlich mit Vorschaubildern an und eine Slideshow steht ebenfalls zur Verfügung, die man mit Musik und Überblendungseffekten ausstatten kann. Mit dem FastStone Image Viewer holt man sich einen leistungsstarken Bildbetrachter auf den Rechner, mit dem man Bilder betrachten, konvertieren, verwalten und bearbeiten kann.

Faststone Image Viewer
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