Toshiba: neue Technik erlaubt 15 TByte-Festplatten

Peter Drimal

Hardware-Hersteller Toshiba stellte auf einer Fachtagung ein neue Technologie zur Speicherung von digitalen Daten vor. Damit sind Festplatten bis 15 Terabyte in den kommenden Jahren möglich.

Der japanische Hardware-Produzent Toshiba hat auf der Fachtagung für magnetische Datenspeicherung (TMRC) seine neu entwickelte Technologie zur Speicherung von Daten vorgestellt und die aktuelle mögliche Datendichte um das Fünffache erhöht. Mit 2,5 Terabit pro Quadratzoll – das entspricht 312,5 Gigabyte – erreicht das Unternehmen damit Werte, die in den kommenden Jahren Festplatten bis zu 15 Terabyte, bzw. 15.000 Gigabyte erlaubt.

Die dazu notwendige Technologie existiert zwar schon länger, jedoch ist es erst jetzt gelungen, diese Daten auch sicher auszulesen. Der Abstand zwischen zwei Bits auf der Platte beträgt gerade mal 17 Nanometer, was ungefähr 3000x weniger ist als der Durchmesser eines menschlichen Haares.

Bis die neue Festplatten-Technologie allerdings marktreif ist, wird noch einige Zeit vergehen. Toshiba rechnet erst 2013 mit dem Verkaufsstart. Der Konkurrent Seagate setzt auf eine andere Technik, um die Datendichte zu erhöhen: das sogenannte thermische unterstütze Schreiben (HARM).

Nach einem 1965 von Gordon Moore formulierten Gesetz verdoppelt sich die Dichte digitaler Schaltkreise alle 18-24 Monate. Waren 1991 noch 130 Megabyte aktuell, so hat sich die Kapazität bis heute mit 1,5 Terabyte um mehr als das 11500fache erhöht.

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