Twitter bietet Einblick in die Timeline anderer Leute

commander@giga

Auf Twitter kann man jetzt auch die Timelines anderer Personen durchstöbern. Diese Funktion soll dazu dienen, neue Kontakte zu knüpfen, hilft aber sicher auch, Diskussionen nachzuvollziehen. Vor einigen Jahren gab es diese Möglichkeit schon einmal, wurde aber mangels Erfolg wieder eingestellt.

Der Microblogging-Dienst Twitter hat das neue Feature via Tweet bekannt gegeben: “We’re rolling out a new option for the “following” page: view Tweets from the accounts a user follows, as well as a list of those accounts.” Andernfalls wäre es wohl an vielen Nutzern vorbei gegangen, denn die neue Ansicht wird nur über das eher ungeliebte New Twitter gewährt und nicht in der alten Version. Die, die es seit einem knappen Jahr “bald nicht mehr geben wird”.

Um sich die Timline einer anderen Person anzeigen zu lassen, muss man einfach auf deren Profil und dort in das Following-Menü gehen. Dort gibt es nun zwei Ansichten: eine klassische Liste der Accounts, denen der Nutzer folgt, und ein Tab namens Updates. Hier werden die Tweets der Accounts angezeigt, de facto also die Timeline des aufgerufenen Nutzers. Ein wenig gruselig ist das schon, denn die eigene Timeline ist ja doch etwas eher persönliches und vielleicht folgt man ja auch einigen Nutzern, die eher unter dem Radar des Mainstreams fliegen, und die man lieber für sich behalten möchte. Eine Möglichkeit, diese Option abzuschalten, gibt es jedoch nicht. Wer also all zu “speziellen” Accounts folgt, und dies nicht gerade publik machen möchte, sollte vielleicht noch einmal drüberschauen.

Als weiteres Gimmick hat Twitter außerdem einen “Shuffle”-Modus der neuen Funktion eingeführt. In der oberen rechten Ecke der Following-Seite finden sich zwei Pfeile mit dem Mouseover-Text “Gehe zu jemandem, dem zu folgst.” Hier entscheidet dann der Zufall, wessen Timeline man angezeigt bekommt. Es ist aber in jedem Fall die einer Person, der man selbst folgt.

Twitternutzer @joshr merkt an, dass die neue Funktion so neu gar nicht ist. In der Anfangszeit gab es den “With Friends”-Tab, der im Grunde das gleiche bot. Dieser wurde von Twitter vor zwei Jahren wieder eingestellt. Die Begründung damals war, dass es zu wenig genutzt wurde, in der Wartung jedoch unverhältnismäßig aufwändig war.

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