Twitter: Bombendrohung-Blödelei bringt Mann in Haft

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Wichtige Lektion: Wenn man verärgert ist, sollte man auch im Social Web die Contenance bewahren. Ein 26-jähriger Brite wurde verhaftet, weil er im Kurznachrichtendienst Twitter spaßeshalber drohte, einen Flughafen in die Luft zu jagen.

Am Flughafen Doncaster zwischen Leeds und Sheffield (Großbritannien) schneite es am 6. Januar. Paul C. (26) war verärgert und tippte seine Wut ins Handy: „“Der Flughafen Robin Hood ist geschlossen. Ihr habt etwas über einer Woche, um den Sch*** hinzukriegen, sonst jage ich den Flughafen in die Luft!!“ Am 15. Januar wollte er nach Irland verreisen, so der Plan.

Diese Statusmeldung wurde ihm zum Verhängnis. Im auf effiziente Terrorabwehr bedachten Großbritannien sollte es nicht lange dauern, bis der Arm des Gesetzes zuschlug. Bereits 6 Tage nach seinem Tweet klingelte die lokale Polizei an seiner Haustür, präsentierte einen Ausdruck seines Tweets und verhaftete den verdutzten Twitterer. Vorwurf: Verdacht auf Verschwörung zum Bau einer gefälschten Bombe.

Während eines sieben Stunden andauernden Verhörs musste der Mann den völlig unwissenden Beamten die Funktionsweise von Twitter erklären. Der leitende Ermittler fragte ihn, ob er wisse, warum dies alles geschehe, um die Frage sofort zu beantworten: Daran sei die Welt schuld, in der man lebe.

Paul C. musste Handy und Laptop abgeben und wurde – zunächst vorläufig – wieder auf freien Fuß gesetzt. Er durfte jedoch bis Mitte Februar das Land nicht verlassen. In einem Gerichtsverfahren wurde Paul C. zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.000 £ verurteilt und hat nun einen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis.

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