Twitter plant "Promoted Accounts"

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Offenbar sucht sich Twitter ein weiteres finanzielles Standbein und möchte dabei spezielle Accounts zum Verkauf anbieten. Diese sollen sich prominent in das “Who to follow”-Feature mischen.

Bislang finanziert sich Twitter über zwei Wege: Bei den “Promoted Trending Topics” werden zusätzlich zu den heissen Themen weitere angezeigt, die sich ihren Platz mit Geld erkauft haben. Diese werden auch als solche deklariert. Ähnlich ist es bei den “Promoted Tweets”. Sucht ein Nutzer nach etwas bestimmten, werden über den Suchergebnissen zusätzlich zu den Top Tweets zum Thema auch solche angezeigt, für die bezahlt wurde.

Und nun also “Promoted Accounts”. Hier haben Kunden die Möglichkeit, einen Account gegen Geld zu erstellen (oder auch einen alten hochzustufen). Dieser wird beim Who to follow-Feature besonders berücksichtigt und eher angezeigt als andere. Dies soll dem Kunden helfen, schneller an einen größeren Follower-Stamm zu kommen. Dennoch sollen, so ein Mitarbeiter gegenüber MediaMemo, die Accounts für den einzelnen Nutzer relevant sein. Wie genau dies funktionieren wird, ist noch nicht bekannt.

Bei MediaMemo wird zurecht gefragt, wie die “Relevanz” künftig definiert werden soll. Ob zum Beispiel der Account eines Sportlers auch dann angezeigt wird, wenn der Nutzer zuvor schon einmal nach Sport im Allgemeinen gesucht hat. Dies wird zu beobachten sein. Gewiss ist jedoch wohl, dass Twitter zumindest auch mittelfristig davon absieht, Nutzern Accounts zwangsweise aufzudrücken.

Mittlerweile ist jedoch ein Muster erkennbar: Auf die letzten Features folgte jeweils kurz darauf eine Möglichkeit, diese auch für monetäre Zwecke einzusetzen. Insofern darf man gespannt sein, wie die Möglichkeiten der zweiten Spalte im “New Twitter” zukünftig genutzt werden.

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