Ubisoft: Wird Games-Kopierschutz "Launcher" weiter verschärft?

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Ein anonymer Programmierer von Ubisoft plaudert aus dem Nähkästchen und berichtet, wie wohl die nächste Stufe des Kopierschutzes der französischen Spielefirma aussieht.

Der Kopierschutz in den letzten Spieleveröffentlichungen des französischen Publishers Ubisoft hat einigen Unmut in der PC-Spielergemeinde hervorgerufen, da er selbst bei Solo-Games eine ständige Internetverbindung erfordert. Aktuelle PC-Spiele wie „Silent Hunter 5“, „Die Siedler 7“, „Splinter Cell – Conviction“ und „Assassins Creed 2“ sind mit diesem Kopierschutz ausgestattet. Obwohl einige davon pure Solo-Titel sind, alle jedoch einen reinen Einzelspielermodus besitzen, wird bei Verbindungsabbrüchen oder Serverausfällen das Spiel sofort beendet. Auf diese Weise versucht Ubisoft, der grassierenden Verbreitung illegaler Spielkopien Herr zu werden, nach eigenen Aussagen mit Erfolg. Viele Spieler argumentieren, dies beschränke die Souveränität der Spielekäufer.

Ein anonymer Poster bei Slashdot, dem Vernehmen nach als Programmierer bei Ubisoft angestellt, erklärte bereits in der letzten Aprilwoche, dass der Kurs weiter verschärft wird: Künftig sollen nicht nur Daten vom Ubisoft-Kopierschutzserver dynamisch geladen werden, sondern Code direkt auf dem Server ausgeführt werden. Diese Methode würde selbst das aufwändige Umgehen eines Kopierschutzes über einen emulierten Server unmöglich machen, wie jüngst bei Siedler 7 geschehen. Der anonyme Poster berichtet zudem über weit auseinander gehende interne Meinungen zu diesem Kopierschutzsystem. Es seien regelrechte Flamewars auf der hausinternen Mailingliste im Gange. Aufgrund der Anonymität des Postings ist dessen Authentizität natürlich nicht gewährleistest.

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