US-Regierung knackt Great Firewall of China

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IT-Spezialisten der US-Regierung haben eine Methode entwickelt, mit der sich Informationen via E-Mail an chinesichen Zensurbehörden vorbei transportieren lassen. Benötigt wird jedoch ein E-Mail-Provider aus dem Ausland.

Klar, einer generellen Abschaltung des Netzes wie in Ägypten hat man wenig entgegenzusetzen. Streng kontrollierte Netze wie in China oder Iran lassen sich jedoch durchaus aushebeln, wie die US-Behörde Broadcasting Board of Governors (BBG) demonstriert. Via E-Mail lassen sich an den Filtern vorbei Texte, Dateien (zum Beispiel zur Installation des Anonymisierungsdienstes TOR), RSS-Feeds oder Proxydaten schmuggeln.

Um dies zu erreichen, wird unter anderem die Feed Over E-Mail-Technologie (FOE) genutzt. Mit dieser werden die Daten ver- und beim Empfänger wieder entschlüsselt. Die verschlüsselten Daten werden von den Filtern nicht erfasst. Dies wurde dem BBG-Report schon erfolgreich in China gestestet. Voraussetzung ist in restriktiven Staaten jedoch ein E-Mail-Anbieter, der im Ausland sitzt. Das ist in China kein Problem, auch wenn Google Mail immer wieder Ärger mit den dortigen Behörden hat.

An die große Glocke hat man die Methode übrigens nicht gehängt. An die Öffentlichkeit kam dies erst durch die Non-Profit-Organisation GovernmentAttic. Gegenüber Fox News hat das BBG jedoch die Echtheit der Information bestätigt. Die Freiheit der Information ist in den USA also auch national von Bedeutung.

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