USA: AT&T schluckt T-Mobile

Die Deutsche Telekom gibt ihre mobile Geschäftssparte in den USA auf und verkauft T-Mobile an den Konkurrenten AT&T. Statt weiterer regionaler Expansion möchte man sich nun auf die Stärkung neuer Technologien konzentrieren.

Für 39 Milliarden US-Dollar geht die gesamte T-Mobile-Infrastruktur an den Brachenriesen AT&T über. 25 Millarden Dollar werden dabei bar ausbezahlt, die restliche Summe erhält die Deutsche Telekom in Form von AT&T-Aktien. Diese müssen laut Vertrag mindestens ein Jahr gehalten werden, bevor sie stückweise verkauft werden dürfen. Laut heise.de möchte man diese jedoch mittelfristig halten. Schließlich verfügt man nun über 8 Prozent den Branchenführers auf dem Markt.

Für die Telekom war dies wohl ein gutes Geschäft. Zwar waren die Umsatzzahlen in der Vergangenheit durchaus erfreulich und stemmten ein Drittel des gesamten Ertrags der Telekom, jedoch konnte das Unternehmen als Marktvierter nicht Anschluss halten an neue Entwicklungen. Während in den USA alles auf eine Etablierung von LTE als vierte Breitbandgeneration hin strebt, stand T-Mobile mit HSPA+ relativ alleine da. Die Börse dankte es dem Unternehmen, so stieg der Wert nach Bekanntgabe des Verkaufs um gut 12 Prozent. Kein Wunder, T-Mobile wurde gerade einmal mit 25 Milliarden Dollar bewertet und für 39 Milliarden Dollar verkauft.

Vorerst setzt man nun nicht auf eine Expansion in andere Weltregionen, wie Höttges laut heise.de bekanntgibt. Vielmehr sollen Geschäftsfelder wie Cloud-Computing oder der Ausbau eines Energienetzes vorangetrieben werden: “Die Telekom muss mehr werden als nur Netzbetreiber.”

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