WeTab-Chef tritt wegen gefälschter Rezensionen zurück

Peter Drimal

Der Geschäftsführer der WeTab-GmbH tritt nach einer weiteren Panne zurück. Der einst mit Spannung erwartete iPad-Konkurrent aus Berlin entwickelt sich zunehmend zum PR-Supergau.

Sein eigenes Produkt bei Amazon lobpreisen – eine Werbemasche, die leider nicht selten vorkommt. Handelt es sich allerdings um ein Produkt, das zur Markteinführung nicht gerade Lobeshymnen der Presse erhält, gibt es Grund genug, misstrauisch zu werden. Den denkbar schlechten Presserummel um das WeTab – dem Berliner Konkurrenzprodukt zum Apple iPad – hat der eigene Chef mit dieser Methode weiter angefacht. Helmut Hoffer von Ankershoffen, bis dato Geschäftsführer der WeTab GmbH, lässt als Konsequenz aus den gefälschten Bewertungen bis auf weiteres sein Amt ruhen.

Auf die Schliche gekommen ist ihm der Blogger Richard Gutjahr, vermutlich dank falsch gesetzter Privacy-Einstellungen im Amazon-Konto von Ankershoffens. Unter dem Pseudonym Peter Glaser hat der WeTab-Chef sein Produkt hochgelobt, tauchte allerdings im Profil mit richtigem Name auf. Mit gleicher Methode verfasste er eine Bewertung über das Konto seiner Frau. Den Verdacht, dass die benutzten Konten auch durch andere Personen angelegt worden sein können, räumte Hoffer von Ankershoffen durch sein Eingeständnis aus dem Weg. In einer Pressemitteilung räumte er ein, für die Rezensionen verantwortlich zu sein und kündigte an, seine Amtsgeschäfte bis auf weiteres ruhen zu lassen.

Helmut Hoffer von Ankershoffen erweist seiner Firma damit einen Bärendienst. Selbst wenn sich das WeTab durch Updates als echten Mitstreiter am Tablet-PC Markt erweist, wird es schwer werden, die Serie negativer Schlagzeilen wieder gut zu machen.

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