WikiLeaks: Assange bleibt vorerst in Gewahrsam

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WikiLeaks-Mastermind Julian Assange hat sich vor wenigen Stunden in ein Polizeirevier in London begeben, wo er in Haft genommen wurde. Eine Möglichkeit, auf Kaution freizukommen, gibt es derzeit wohl nicht.

Etwa um 9.30 Uhr Londoner Uhrzeit hat sich Julian Assange, der wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung europaweit gesucht wurde, der Londoner Justiz gestellt. Seinem freiwilligen Gang zu einem Polizeirevier gingen laut Spiegel Online zufolge wohl längere Verhandlungen zwischen Gericht und Assanges Anwälten voraus. Demnach soll alles friedlich verlaufen sein. Bis zur Anhörung am 14. Dezember wird der WikiLeaks-Gründer aufgrund von Fluchtgefahr wohl nicht auf Kaution frei kommen.

Verhaftet wurde Assange wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Schweden. Gesucht wird er dennoch auch in den USA wegen Geheimnisverrats. Seine Anwälte befürchten, dass eine Auslieferung nach Schweden eine weitere in die USA nach sich ziehen könnte. Eine direkte Auslieferung nach dort von Groß Britannien aus ist aufgrund der Rechtslage wohl nicht möglich.

Assanges Anwälte sowie zahlreiche Netzaktivisten halten die Vergewaltigungsvorwürfe für vorgeschoben. Vielmehr stecken ihrer Meinung nach politische Motive dahinter. Durch WikiLeaks gelangen zahlreiche Dokumente an die Öffentlichkeit, die unter Geheimhaltung stehen oder zumindest nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht sind.

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