WikiLeaks: Britische Polizei nimmt 5 "Hacker" fest

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Nachdem diverse Unternehmen ihre Dienste nicht mehr für WikiLeaks zur Verfügung stellten, wurden diese von zahlreichen Internetnutzern mit DDoS-Attacken außer Gefecht gesetzt. Die britische Polizei hat nun fünf der Teilnehmer festgenommen.

Nach den Veröffentlichungen der Diplomatendepeschen im letzten Jahr wurde es für WikiLeaks zunehmend schwerer, an Geld zu kommen. Unternehmen wie Pay Pal, Visa oder Mastercard versagten der Whistleblowing-Plattform nach und nach den Dienst – die Begründungen waren stets Verletzungen der Geschäftsbedingungen. Die Annahme liegt nahe, dass die betroffenden Regierungen Druck auf die Unternehmen ausgeübt haben.

Zahlreiche WikiLeaks-Sympathisanten haben darauf hin DoS-Attacken auf diese Unternehmen gestartet, so dass deren Seiten vorübergehend den Betrieb aussetzten. 5 dieser Nutzer wurden nun in Groß Britannien verhaftet. Dabei soll es sich um Männer zwischen 15 und 26 Jahren handeln. Die Aktion soll am vergangenen Donnerstag erfolgt sein, wobei auch die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht und die Rechner beschlagnahmt wurden.

Die Maßnahme erscheint äußerst drastisch. Bei den Verdächtigen dürfte es sich kaum um “echte Hacker” handeln, sondern lediglich Teile des Netzwerkes, die ihre Kapazität zur Verfügung gestellt haben. Dabei handelt es sich weltweit um Tausende von Personen. Sprechen die Medien oft von der “Organisation Anonymous”, handelt es sich doch eher um einen losen Verbund an Internetnutzern, die sich auf Imageboards wie 4chan anonym zu bestimmten Aktionen verabreden. Auch die “Operation Payback” genannte Aktion wurde hier ins Leben gerufen.

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