Wikileaks-Gründer Assange sucht Gespräch mit US-Regierung

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Nach der Verhaftung eines US-Armeeangehörigen wegen Verbreitung geheimer Dokumente via Wikileaks hieß es, man suche auch nach deren Gründer Julian Assange. Der sucht nun von sich aus den Kontakt zu den Behörden – und kündigt weitere Veröffentlichungen an.

Gegenüber der BBC äußerte Assange, dass weder US-Außen- noch Verteidungsministerium bislang versucht hätten, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Sämtliche Kommunikation zwischen dem Whistleblower-Portal und der US-Regierung laufe über Anwälte. Da es aber vorteilhaft sei, einen direkten Kommunikationskanal zu haben, möchte Assange nun direkt mit Regierungsvertretern ins Gespräch kommen.

Weiter versichert Assange, dass der Quellenschutz dennoch nach wie vor gesichert sei. Bei Wikileaks selbst kenne man die Quellen überhaupt nicht. Aufgrund der Struktur des Portals sei es weder ihm noch anderen Mitarbeitern möglich, die Quelle zurückzuverfolgen.

Zum Fall des inhaftierten Armeeangehören sagt Assange, dass man dessen Verteidigung übernehmen werde. Mit 3 Anwälten wolle man ihn unterstützen. Auf einer Pressekonferenz anfang der Woche äußerte Assange, dass man bei Wikileaks nicht nur die Anonymität seiner Quellen schütze, sondern auch für sie eintrete.

Laut heise.de hat Wikileaks unterdessen neue Veröffentlichungen geheimer Dokumente der US-Armee angekündigt. Dabei geht es um einen Luftangriff in Afghanistan im Jahr 2009, bei dem etwa 100 Zivilisten getötet worden sein sollen. Videoaufnahmen sollen dies belegen und liegen Wikileaks offenbar vor.

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