Wikileaks: Verschlüsselte Datei als Lebensversicherung?

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Es handelt sich um die Datei Insurance.aes256 (Link führt zur 1,4 GB großen Datei), welche zusammen mit den Afghanistan-Dokumenten ausgeliefert wurde. Die Größe lässt darauf schließen, dass sich in ihr auch Multimedia-Daten wie Videos befinden könnten. Ingesamt ist der Ordner größer als alle bisherigen rund 90.000 Dokumente zum Aghanistan-Krieg.

Nun weiß niemand, was sich hinter der mit dem äußerst sicheren AES-256-Standard verschlüsselten Datei verbirgt. Die Veröffentlichung sollte wohl vor allem dazu dienen, den Inhalt auf möglichst viele Rechner zu bringen, damit sie nicht mehr eingedämmt werden kann. Vermutet wird, zum Beispiel vom Wikileaks-Konkurrenten Cryptome, dass es sich bei Insurance.aes256 um eine Lebensversicherung handelt. Sollte einem der Wikileaks-Verantwortlichen etwas zustoßen, könnte das Passwort veröffentlicht und so die Dokumente zugänglich gemacht werden. Bei Wikileaks selbst hat man sich noch nicht zur verschlüsselten Datei geäußert.

Deren Mitarbeiter haben in letzter Zeit tatsächlich verstärkt Probleme mit den Behörden. Jacob Applebaum, der Wikileaks-Gründer Julian Assange kürzlich als Redner vertreten hat, musste bei der Einreise in die USA ein längeres Verhör sowie die Beschlagnahmung seiner Hardware über sich ergehen lassen. Assange selbst meidet derzeit die Einreise in die USA.

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