Windows Phone 7: Rücksetzung der Kameraeinstellungen Absicht

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Zahlreiche WP7-Nutzer ärgern sich, dass die Einstellungen an der Kamera-App, die sie vornehmen, nicht gespeichert werden. Microsoft überrascht (nunja) mit der Aussage, dass dies durchau so beabsichtigt sei.

Will man mit seinem WP7-Smartphone ein Foto schießen, läuft dies so ab: Man öffnet die integrierte App, stellt die Werte wie Schärfe und Kontrast ein, drückt auf den Auflöser, fertig. Im Grunde kein Problem, nur müssen diese Einstellungen jedes Mal vorgenommen werden – schließt man die App, werden die Einstellungen stets zurückgesetzt.

Der gesunde Menschenverstand würde dahinter einen Bug vermuten. Nun ist Microsoft in solchen Dingen für unkonventionelle Ansätze bekannt, von daher ist es zwar bemerkenswert, aber nicht zwingend überraschend, was Windows PR-Sprecher Brian Seitz in den Kommentaren zu einem Eintrag im Windows Team Blog zu sagen hat:

“Das Team hat entschieden, dass es besser für den Nutzer ist, das Gerät, wenn er es zum schnellen Schießen von Fotos herausholt, in den Werkseinstellungen zu wissen anstatt sich daran erinnern zu müssen, welche Einstellungen er beim letzten Mal vorgenommen hat. Dadurch wird es berechenbarer.”

Dies ist einigermaßen kurios. Selten wird die Kamera für jedes Foto neu konfiguriert. Viel mehr nimmt man einmalig Veränderungen zum Beispiel beim Schärfegrad vor und belässt es dabei. Da ist es durchaus lästig, seine persönliche Einstellung jedes Mal neu vornehmen zu müssen. Auch Microsoft zeigt sich hier wohl lernfähig. Durch die massive Kritik, die das Feature eher als Bug betrachtet, erwägt man nun eine “etwas optimalere” Lösung für das Problem. Diese wird es jedoch wohl nicht mehr ins nächste große Update schaffen.

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