WordPress Themes: Wie finde ich das richtige?

Franziska Huebscher

WordPress hat sich zu einer der beliebtesten Plattformen für private und kommerzielle Web-Projekte und Blogs entwickelt. Dank einer Fülle fertiger Template- und Designvorlagen (genau: Themes), unsagbar vielen Erweiterungen (Plugins) und der einfachen Installation können Ideen und Webseiten extrem schnell in die Tat umgesetzt werden. Wer etwas Erfahrung mit Webtechnologien besitzt, braucht zum Aufsetzen eines WordPress-Blogs keinen Entwickler — und dank der Themes auch keinen Designer. Im Netz gibt es diverse Quellen für kostenlose WP-Themes — aber wie entscheidet man sich für das richtige? Wir haben ein paar Überlegungen gesammelt.

Worauf man bei der Auswahl des richtigen WordPress-Themes achten muss

Am besten erstellst du vor deiner eigentlichen Suche eine kurze Anforderungsliste. Überlege dir, wie sich deine Webseiten-Besucher über die Seite bewegen, welche Informationen im Artikelpost stehen sollen und welche Inhalte an welcher Stelle sinnvoll sind. Als kleine Hilfestellung haben wir nachfolgend ein paar Fragen formuliert, die du dir stellen kannst.

Da du das Design mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht exklusiv nutzen wirst, solltest du das Template nach der Installation noch ein wenig abwandeln – bspw. indem du die Schriftart veränderst oder die Hintergrundfarbe. Falls du sehr konkrete Vorstellungen hast, suche dir ein Theme heraus, das diesen am nächsten kommt. Auch wenn dir dieses im Original nicht gefällt, aber die Struktur stimmt, lässt es sich mit ein paar Style-Korrekturen viel einfacher an deine Zielvorstellung anpassen.

1. (Wofür) brauche ich Kategorien?

Im Normalfall wird ein WordPress-Post (Artikel) direkt nach der Veröffentlichung auf der Startseite gefunden. Neuere Artikel verdrängen ältere Posts sukzessive von der Startseite auf die dahinter liegenden Seiten. Je nachdem, welche Themen dein WordPress-Projekt umfasst, hast du aber ein Interesse daran, dass auch ältere Artikel schnell von deinen Usern gefunden werden, bspw. wenn du einen kleinen Online-Shop mit WordPress betreibst. In diesem Fall lohnt sich eine Kategorisierung der Themen und du solltest nach einem Theme Ausschau halten, das Kategorien übersichtlich darstellt.

2. Woran erkenne ich, ob das Theme auch für Unterkategorien vorbereitet ist?

Im Prinzip ist WordPress als Blog-Software nicht dazu angelegt, Inhalte auf mehr als eine Kategorie-Ebene zu verteilen. Mittlerweile gibt es aber viele Themes mit Unterkategorien. Wenn du also – um beim Beispiel zu bleiben – deinen Online-Shop mit Unterkategorien (Bücher -> Kinderbücher) ausstatten möchtest, achte auf die Vorbereitung für mehr als eine Kategorie-Ebene. Lassen sich Unterkategorien über die Navigation ansteuern, ist das Theme für dich geeignet.

3. Welche Inhalte hat ein typischer WordPress-Post auf meiner Webseite?

Die Startseite deiner Webseite ist nur die halbe Miete. In den eigentlichen Artikel-Posts steckt dein Content und dieser sollte möglichst einfach ins System einzupflegen und gut auf der Webseite dargestellt sein. Am besten schreibst du dir kurz auf, welche Inhalte Bestandteil eines typischen Artikels auf deiner Webseite sein werden. Wenn du neben Texten, Fotos, Videos und Links bspw. auch Produkte mit Preisen und Tabellen mit Produktfeatures darstellen möchtest, such dir eine Template-Vorlage aus, die übersichtlich gestaltete Tabellenformate beisteuert und eine gute Gesamtkomposition der einzelnen Inhalte bietet.

4. Wie sollten Struktur und Gestaltung meiner Seite aussehen?

Im Augenblick ist es wichtiger, wie deine Webseite strukturiert sein soll (Spalten-Anzahl, Navigation u.ä.), als Schriftarten und Farbe zu bestimmen. Diese lassen sich nämlich später mit CSS-, PHP-und HTML-Grundkenntnissen recht einfach verändern. Berücksichtige dabei, dass die sichtbare Fläche deines WordPress-Projekts auf die Größe des Bildschirms beim Nutzer beschränkt ist. Die wichtigsten Infos sollten stets im “sichtbaren Bereich” liegen und ohne Scrollen auffindbar sein.

5. Spezielle Features

Da die WordPress-Community wirklich riesig ist, findest du sicher auch für speziellere Wünsche Templates oder Lösungen zur Integration in dein Webprojekt. Lebt dein Content bspw. überwiegend von starken Bildern oder Videos, könntest du bspw. nach einem Slider für die Startseite Ausschau halten. Werden deine User häufig die Suche deiner Webseite benutzen, schau dir das Design der Suchergebnisseiten an. Möchtest du Werbung (Banner oder Google-Anzeigen) auf deiner Seite platzieren, sollte das Theme möglichst auch auf diesen Fall bereits vorbereitet sein.

6. Ich habe ein passendes Theme gefunden – worauf muss ich noch achten?

Auch im schönsten WP-Theme können Stolpersteine verborgen sein.  Eventuell musst du für eine kommerzielle Nutzung Gebühren bezahlen. Oder das Theme enthält Footerlinks zu anderen Projekten, die du nicht entfernen darfst. Diese können dir aber aus SEO-Sicht gefährlich werden. Lies dir also die Nutzungsbedingungen für das Theme durch oder kaufe – häufig gegen eine kleine Gebühr oder Spende – eine Entwicklerlizenz, in der diese Links nicht enthalten sind. Wenn du bei der Theme-Auswahl schon auf eine deutsche Lokalisierung achtest, kannst du dir später die Übersetzung sparen.

Foto: WordPress Logo, Flickr (cc)

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