Zune: Microsoft stellt Produktion des MP3-Players ein

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Außerhalb der USA spielte Microsofts MP3-Player Zune ohnehin keine nennenswerte Rolle, aber auch im Mutterland war er nicht sonderlich erfolgreich. Folgerichtig wird es keine weiteren Modelle geben. Unklar ist auch, wie es mit der Marke Zune weitergeht.

Schon die Einführung des Zune im Jahr 2006 geriet recht holperig. “Trendfarben” wie Braun, ein mangelnder Support von Formaten (ironischerweise lief nicht einmal das von Microsoft selbst ins lebende DRM-Format PlaysForSure) und ein schwacher Zune Marketplace waren schlechte Voraussetzungen. Auch wenn der Zune in den folgenden Generationen durchaus zum konkurrenzfähigen Produkt wurde, konnte man auf dem High End-Markt nicht gegen Apples iPod bestehen. Nun hat man sich entschieden, dass der aktzuelle Zunde HD das letzte Modell sein wird. Dieser wurde nun auch außerhalb der USA verkauft, bis nach Europa schaffte es der Player aber nie. Lediglich inoffizielle Imports waren verfügbar, wobei der Zune sogar über ein deutsches Interface verfügt.

Unklar ist, was nun mit der Marke Zune geschieht. Derzeit firmiert zum Beispiel der in die Xbox 360 integrierte Player mit angeschlossenem Marketplace für Videos unter dem Namen Zune. Jedoch berichtet bloomberg.com, dass der Markenname in dem Kontosystem Windows Live aufgehen könnte.

Der Ausstieg ist vielleicht keine falsche Entscheidung. Der Trend geht dahin, MP3-Player direkt über das Smartphone laufen zu lassen, wo Microsoft mit seinem Windows Phone 7 ohnehin mitmischt. Ein separater MP3-Player wird früher oder später vielleicht eh obsolet. Selbst bei Apple gibt es immer wieder Gerüchte, den iPod zugunsten des iPhones ganz einzustellen.

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