5 Kostenlose Tools für Notebook und Netbook: Strom sparen und gegen Diebstahl absichern

Netbook
Alles redet von iPhone, Android und Tablet-PCs. Dabei sind die „klassischen“ portablen Computer, also Notebooks und Netbooks, noch lange nicht out – im Gegenteil. Und in beiden Welten gleichermaßen wichtige Themen sind der effiziente Umgang mit der Akkukapazität und die Gefahr des Diebstahls von Gerät und Daten.  Die richtigen Freeware-Tools helfen, Strom zu sparen, persönliche Daten auch nach dem Notebook-Verlust vor unbefugtem Zugriff zu schützen oder sogar mit etwas Glück ein einmal geklautes Gerät wieder aufzuspüren.

Einige der vorgestellten kostenlosen Programme sind natürlich nicht nur auf Mobilcomputern nützlich, sondern machen auf Desktop-PCs genau so viel Sinn. Das gilt zum Beispiel für das Verschlüsselungsprogramm Truecrypt:

Daten mit Truecrypt vor fremdem Zugriff schützen

Ist das Notebook abhanden gekommen, ist der Verlust des teuren Gerätes selbst vielleicht nicht einmal das Schlimmste. Vertrauliche Dokumente, sensible persönliche Daten, Passwörter, E-Mails – alles in fremden Händen. Das Windows-Anmeldepasswort reicht als Schutz gegen einen mäßig begabten Hacker kaum aus; da braucht's schon eine weit stärkere Barriere. Die Lösung: Sensible Daten in einen virtuellen Tresor packen und mit einem sicheren Schlüssel versehen. Das Freeware-Tool Truecrypt leistet hier hervorragende Dienste. Es verschlüsselt einzelne Dateien, Ordner oder auch ganze Platten nach dem sicheren AES-Verfahren und packt sie in eine einzelne Containerdatei. Die lässt sich als virtuelles Laufwerk ins System einbinden, aber erst nach der Eingebe des zuvor definierten Masterpassworts. An diesem Datensafe dürften sich auch Profis die Zähne ausbeißen.

Gestohlenes Notebook wieder aufspüren

Wer nicht nur seine Daten auf dem mobilen Computer verschlüsselt und für einen Dieb damit unbrauchbar gemacht, sondern auch das Tracking-Tool Prey installiert hat, kann das gestohlene Gerät mit ein wenig Glück sogar wieder ausfindig machen oder zumindest der Polizei vielleicht entscheidende Hinweise geben. Dafür gibt es allerdings zwei Voraussetzungen:

  • Der Dieb darf natürlich nicht die Festplatte gelöscht oder formatiert haben
  • Er muss sich mit dem Notebook ins Internet einwählen

Auf einem auf der Seite vom Hersteller angelegten persönlichen Profil wird zunächst Alarm geschlagen. Ihr markiert also Euer Gerät als gestohlen. Das löst einige Aktionen aus. So wird das bis dahin ruhende Prey auf dem geklauten Notebook aktiviert und zeichnet etliche relevante Daten auf. Dazu gehören zum Beispiel IP-Adressen und Internet-Aktivitäten. Prey versucht sogar, sich – sobald sich das Gerät in der Nähe eines öffentlichen Hotspots befindet, selbst ins Netz einzuwählen. Es zeichnet Screenshots auf, die vielleicht die Facebook-Identität oder E-Mail-Adresse des unrechtmäßigen Besitzers preisgeben. Ist eine Webcam vorhanden, schießt Prey Fotos vom Dieb. Existiert gar ein GPS-Empfänger, werden natürlich auch die Positionsdaten gespeichert. All das übermittelt das Programm an das Profil auf der Prey-Webseite, wodurch der Besitzer oder besser die Polizei hoffentlich genug Anhaltspunkte für den Aufenthaltsort und/oder die Identität des Diebes bekommt.

Bedenklich mag Datenschutz-sensibleren Naturen natürlich die Tatsache erscheinen, dass auch die Daten des rechtmäßigen Besitzers über die Webseite von Prey laufen. Daher bietet der Hersteller eine Alternative Melde-Methode an. Die setzt allerdings das Einrichten eines Mailservers und eine eigene Homepage (beliebigen Inhalts) voraus, deren Existenz von Prey regelmäßig geprüft wird. Bei Verlust des Notebooks ist letztere einfach zu löschen, was dann der Diebstahlsmeldung entspricht.

Eine ähnliche Funktion, allerdings noch etwas sicherer, weil zum Beispiel immun gegen eine Neuformatierung der Platte, bietet der kostenpflichtige Service Lojack von Absolute Software.

Strom sparen, Tempo gewinnen mit einem CD/DVD-Emulator

Nun wieder zu erfreulicherem als gestohlenen Notebooks. Die größten Stromfresser bei portablen Computern leuchten (also vor allem der Bildschirm) oder rotieren und brummen. Letzteres betrifft Festplatten und vor allem CD/DVD-Laufwerke. Wesentlich schonender für den Akku ist es, von den benötigen Silberscheiben Image-Dateien im ISO-Format (die erzeugt zum Beispiel CD-Burner XP wie auch die meisten anderen Brennprogramme) anzufertigen und mit einem Programm wie WinCDEmu als virtuelles Laufwerk anzulegen. Das funktioniert einfach per Doppelklick auf das ISO-File. Neben der Stromersparnis gibt es deutlich höheres Tempo und viel geringere Geräuschentwicklung gleich als Bonus dazu. Für Netbooks und Subnotebooks, die in der Regel gar kein optisches Laufwerk besitzen, ist diese Methode noch sinnvoller, will man nicht ständig einen externen DVD-Brenner mitschleppen.

Netzwerkeinstellungen komfortabel wechseln

Wer sein Netzwerk regelmäßig mit unterschiedlichen Netzwerken verbindet, bekommt zwar Unterstützung von Windows, was die Konfiguration von IP-Adressen, DNS-Server Subnetz-Maske oder Gateway-Adresse anbelangt. Das funktioniert aber nur, wenn das jeweilige LAN oder WLAN mit einem DHCP-Server arbeitet. Oft sind aber zum Beispiel fest vorgegebene IP-Adressen vorgeschrieben, dann fängt das lästige Rumgetippe in den Netzwerkeinstellungen an. Viel einfacher geht's mit NetSetMan 3.2.0 . Das Tool erlaubt mit aussagefähig benennbaren Profilen den schnellen Wechsel zwischen mehreren, zuvor einmal festgelegten Sätzen von Netzwerkeinstellungen.

Wie lange hält er noch durch?

Was die Benzinuhr für das Auto, ist BatteryBar 3.4.4 für den mobilen Computer. Viel deutlicher als das entsprechende Windows-eigene Tool zeigt ein farbiger Balken die verbleibende Akkukapazität an. Dabei schätzt das Programm auch noch die Restlaufzeit, bis die Lichter ausgehen. Dadurch lässt sich BatteryBar auch gut verwenden, um besonders stromfressende Aktionen zu identifizieren. Hängt das Notebook dagegen gerade am Netzgerät, gibt das Tool die Restzeit an, bis der Akku wieder vollständig aufgeladen ist.

Hier geht's zu den Downloads für die mobilen Freeware-Tools:

Truecrypt 7.0a
Dateien, Ordner, Laufwerke verschlüsseln und mit Passwort versehen

Prey 0.5.3
Gestohlenes Notebook aufspüren

WinCDEmu 3.4
CD- und DVD-Images als virtuelles Laufwerk einbinden

NetSetMan 3.2.0
Schnell zwischen verschiedenen Netzwerkeinstellungen wechseln

BatteryBar 3.4.4
Verbleibende Akkulaufzeit im Blick behalten

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