Computer-Programm komponiert göttlich wie Mozart

Komponist David Cope ist der Erfinder des wahrscheinlich weltweit besten musikalisch-kreativen Computerprogramms. Am PC komponiert es Sonaten und Opern, die die Klasse eines Werkes von Johann Sebastian Bach oder Wolfgang-Amadeus Mozart aufweisen.

Die aktuelle Version von Copes Software trägt den Namen "Emily Howell". Es ist die Nachfolge-Version der früheren Software "Emmy", einem Fast-Akronym für "Experimente in musikalischer Intelligenz."

Komponisten greifen auf einen riesige Menge von Daten zurück, wenn sie sich hinsetzen, um ein Musikstück zu schreiben. Alle Arten von Musik, die sie je in ihrem Leben gehört haben, wird herangezogen und neu aufschlüsselt. Was die großen Komponisten vom Rest trennt, ist die Fähigkeit, Musik aus der Datenbank im Gehirn heranzuziehen und in neuen Muster zusammenzusetzen.

Cope hat aufgrund dieser Erkenntnis eine riesige Datenbank klassischer Musik aufgebaut. Sie enthält beispielsweise Hunderte von Bach-Chorälen, die er mühsam per Hand codiert hat. Jede Note hat dabei fünf Werte zugewiesen bekommen: Tonhöhe, Dauer, Volumen, und Angaben zu Stimme oder Instrument, die den Ton spielt. Er brach die Stücke also in kleine Einheiten (Noten) herunter, hat ihnen jedoch auch die Muster einer gesamten Komposition berücksichtigt. Die Software kombiniert nun die Bits zu neuen Werken, dabei berücksichtigt sie bestimmte Klangmuster. Bei jeder neuen Komposition analysiert sie die Struktur eines ganzen Stückes und sorgt dafür, dass bestimmte Themen immer wieder wiederholt werden.

Cope hat die Datenbank inzwischen um Rachmaninoff, Chopin, Barber, Copland, und viele andere erweitert und sogar seine eigenen Arbeiten einbezogen. Hörproben der Computer-Kompositionen gibt es hier.

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