eBooks selbstgemacht mit dem Firefox: Webseiten als EPUB speichern und offline lesen

eBooks sind schön und gut – aber wenn man sich selbst Inhalte zusammen stellen will, um sie offline zum Beispiel auf dem iPad oder dem Kindle zu lesen, dann gehen die Probleme los. Mit der Firefox-Erweiterung GrabMyBooks kann sich jeder beim Herumsurfen seine eBooks kapitelsweise zusammen stellen und dann offline lesen.

E-Book-Reader sind mittlerweile nicht nur von Amazon in Form des Kindle erhältlich, sondern auch von Sony und anderen Anbietern. Auch auf Android- und iO-Tablets findet sich Software, mit der sich E-Books lesen lassen und selbst für Windows, Mac OS X und Linux gibt es passende Software.

Wenn man nicht gerade ein E-Book von Amazon, Apple und Co. kauft, sondern eigene Inhalte lesen will, dann benötigt man eine Zusatzsoftware, mit dem am die Inhalte zusammen stellen und zum Beispiel in ein PDF überführen kann. Die meisten E-Book-Reader verstehen sich außerdem auf das Format EPUB. Doch wie zwängt man zum Beispiel Webseiten-Texte in dieses Format?

Eine einfache und saubere Möglichkeit bietet der Firefox. Man steuert mit dem Browser einfach die gewünschten Seiten an und wandelt sie dann teilweise oder komplett in das E-Pub-Format um. Dazu benötigt man nur die kostenlose Erweiterung GrabMyBooks. Sie erzeugt einen Eintrag im Kontextmenü des Browsers, das über die rechte Maustaste zu erreichen ist. Außerdem wird oben im Browser ein neuer Button eingebaut, der die Funktionen von GrabMyBooks ebenfalls aufrufen kann.

GrabMyBooks – Markierte Texte ins E-Book übernehmen

Ist man nun auf einen interessante Text gestoßen, der auf dem E-Book-Reader landen soll, klickt man einfach besagten Button oder den Kontexteintrag im Firefox-Menü an. Dabei stehen mehrere Optionen zur Wahl. Mit “Grab this page” wird die aktuelle Seite als Kapitel im neuen E-Book gespeichert. “Grab Selection” überführt hingegen nur den ausgewählten Text ins elektronische Buch. Steht die Maus auf einem Link, kann mit “Grab this link” auch der Inhalt der verknüpften Seite ins E-Book eingespeichert werden, ohne sie manuell aufzurufen.

Der Menüpunkt “Grab My Book” führt hingegen zum E-Book-Editor, mit dem man die einzelnen Kapitel bearbeiten kann.

Das Editieren der Texten ist wegen Menütexten und Werbeeinblendungen nötig

Wird nun beispielsweise eine komplette Webseite mit GrabMyBooks gespeichert, versucht die Erweiterung, unnötige Elemente wie die Menüleiste gar nicht erst zu importieren. Da das manchmal auch schief geht, steht euch ein Texteditor zur Verfügung, um unerwünschte Passagen herauszuschneiden. Jeder neue “Grab” wird in eurem E-Book zu einem weiteren Kapitel. Die Kapitel sind miteinander verbunden und werden in eine einzelne E-Pub-Datei gespeichert. Man muss also keine Angst haben, dass durch GrabMyBooks eine unüberschaubare Zahl von E-Books erzeugt wird. Solange ihr den Prozess nicht abbrecht, wird brav Kapitel hinter Kapitel ins gleiche E-Book gespeichert.


Die gegrabbten Inhalte werden als E-Pub-Artikel gespeichert

Eine Neuerung in der GrabMyBooks-Erweiterung macht sie nun besonders attraktiv für alle, die mit RSS-Feeds arbeiten. Der Anwender kann mit dem RSS-Import von GrabMyBooks viel einfacher als beim Surfen die Artikel aus den gewünschten RSS- Feeds importieren, die ins E-Book sollen. Dazu wird einfach die RSS-Feed-Adresse in GrabMyBooks eingegeben und aus der Artikelliste die interessanten Überschriften angekreuzt. Das klappt natürlich nur befriedigend, wenn im RSS-Feed die Volltexte oder wenigstens Teaser der Artikel vorhanden sind und nicht nur die Überschriften.

RSS-Feedinhalte als E-Book sichern

Ist man mit dem Einsammeln von Inhalten fertig, finalisiert man das E-Book und speichert seinen Inhalt über die Extension als .epub-Datei ab und überträgt sie zum Beispiel mit Hilfe von iTunes auf das iPad. Auf ähnliche Weise kann man natürlich auch E-Books auf Smartphones und andere Tablets exportieren.

Winload-Fazit: Wer längere Webseiten-Artikel lieber auf mobilen Geräten lesen will und nicht ständig online sein will oder kann, der ist mit GrabMyBooks gut bedient. Wer direkt mit dem iPhone oder iPad Web-Texte speichern und offline lesen will, kann sich auch ReadItLater als Alternative ansehen.

Ein Manko soll nicht verschwiegen werden. GrabMyBooks kann lediglich Texte aus den Webseiten extrahieren – Bilder bleiben außen vor. Ist der Anwender darauf angewiesen, bliebt ihm nur der Umweg über die Druckfunktion seines Browsers und der Erstellung eines PDFs, um Webinhalte in E-Bookreader zu transferieren.

Download
Kostenloser Download: Firefox-Erweiterung GrabMyBooks
E-Book-Erstellung aus dem Browser heraus

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