Firefox 4.0 Beta 1: Neuerungen, Downloads, Tipps und Tricks zur Browser-Testversion

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Böse Zungen wie unser Netzwerk-Admin (Hallo Thomas!) behaupten, der Firefox sei ein Webbrowser, der mit jeder Version schlechter werde. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt, aber feststellen kann man, dass die Konkurrenz stetig stärker wird. Immerhin: Mit Version 4.0 bringt der Firefox einige nötige Verbesserungen. Eine erste Beta-Version von Firefox 4.0 steht jetzt zum Download zur Verfügung. Wir zeigen, was neu ist, was anders ist und wie man Firefox 4.0 noch weiter anpassen kann.

Das LoadBlog im Firefox 4

Weg mit der Oberfläche, freie Sicht auf die Website:
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Firefox 4.0 Beta 1: Das ist neu

Was als erstes in Auge sticht, sind diverse Änderungen an der Benutzeroberfläche des neuen Firefox, insbesondere auf den Aero-kompatiblen Betriebssystemen Vista und Windows 7. Ein Button in orange ersetzt die Menüleiste. Vorteil: mehr Platz im Browserfenster. Außerdem sind die Tabs jetzt oberhalb der Adressleiste platziert. Im Vergleich zur 3er-Version sind “Aktualisieren” und “Laden abbrechen” nun in einer Schaltfläche vereint. Die Lesezeichen sind nun über einen einzelnen Button rechts neben der Adressleiste erreichbar, aber natürlich kann man sich auch die alte Lesezeichenleiste wiederherstellen. Nebenbei bemerkt: Alles in allem sieht Firefox 4.0 dem aktuellen Opera 10.6 sehr ähnlich. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit weiß man zu schätzen, dass der Platz für Webseiten maximiert wurde.

Opera vs. Firefox 4

Unter der Haube hat sich ebenfalls einiges getan: Zwar unterstützt der Firefox 4 immer noch keine getrennten Prozesse für einzelne Tabs, immerhin hat sich aber seit Firefox 3.6.4 die Stabilität merklich erhöht, indem Flash in einem einzelnen Prozess läuft. Dasselbe ist mit Firefox 4.0 nun auch für Add-ons möglich. Leider ist der Stabilitätsgewinn derzeit noch nicht überprüfbar, da die meisten Erweiterungen noch inkompatibel sind. Eine weitere Neuerung ist der Support von Googles WebM-Codec, der mittelfristig Flash als Plattform für die Auslieferung von Webvideo ersetzen soll.

Firefox 4.0 Extensions Manager

Zudem gibt es einen neuen Add-on-Manager, der nun einen Browser-Tab in Anspruch nimmt, nicht wie vorher ein eigenes Fenster. Erweiterungen sollen dank Mozillas Jetpack-Technologie zumindest teilweise auch ohne Neustart aktivierbar sein. Die üblichen Geschwindigkeitverbesserungen und Bugfixes seien hier nur am Rande erwähnt, da daran bis zum Erscheinen der Firefox 4.0-Final mutmaßlich noch viel gearbeitet wird. In unserem Test fühlt sich Firefox 4 aber beispielsweise in einer großen Google Docs-Tabelle subjektiv flüssiger an.

Firefox 4.0: Anpassung, Tipps und Tricks

  • Tabs wieder unter der Adressleiste: Wer das alte Layout mit den Tabs unter der Adressleiste wiederherstellen möchte, klickt auf den “Firefox”-Button, zeigt auf “Customize” und deaktiviert einfach “Tabs on Top”.
  • Feedback-Button entfernen: Wer nicht an Mozillas Feedback-Programm teilnehmen und den Platz in der Titelleiste besser nutzen möchte, klickt auf den Firefox-Menü-Button, wählt “Customize”, “Add-ons”, klickt im Sidebar-Menüpunkt auf Extensions und bei “Feedback auf “Disable”. Nach einem Neustart ist der Button verschwunden.
  • Direct2D aktivieren: Insbesondere Grafik-intensive Webseiten können mit der experimentellen Direct2D- und DirecWrite-Unterstützung schneller und besser angezeigt werden. Bedingung: Man muss Windows Vista oder Windows 7 installiert haben und benötigt mindestens eine DirectX9-fähige Grafikkarte. So aktiviert man Direct2D/DirectWrite: In die Adressleiste about:config aufrufen, ggf. die Warnung wegklicken und in die Filter-Leiste das Wort “render” eingeben. Dort den Wert gfx.font_rendering.directwrite.enabled per Doppelklick auf “true” setzen, den Wert mozilla.widget.render-mode auf “6″ festlegen. Dann den Browser neustarten.
  • Firefox-Button ändern: Der orange Schniepel in der Ecke links oben ist sicher nicht jedermanns Sache. Caschy zeigt, wie man das Ding farblich und textuell anpassen kann.
  • WebM testen: Viele Videos bei YouTube sind schon in der sehr guten Qualität des WebM-Codec verfügbar und können ohne Flash, sondern ausschließlich mit HTML5-Technik angezeigt werden. Um das zu testen, einfach mit dem Firefox 4 die Seite youtube.com/html5 aufrufen, unten die “HTML5 Beta aktivieren” und dann z.B. dieses Video aufrufen.

Firefox 4.0: Download von regulärer und Portable-Version

Zunächst sei erwähnt, dass die Firefox 4.0 Beta 1 noch nicht für den Produktiveinsatz geeignet ist. Dafür dürfte es noch zu viele Stabilitätsprobleme geben (obwohl uns in unserem kurzen Test keine aufgefallen sind); außerdem ist die erste Beta nur auf Englisch verfügbar. Bei den Kollegen von Winload gibt’s den Download der Firefox 4.0-Beta für Windows. Bei Mozilla hat’s auch Fassungen für den Mac und Linux. Nicht ganz so Mutige können einfach die portable Variante von Firefox 4.0 antesten, die Caschy mal wieder zusammgezimmert hat. Diese übernimmt nicht das Profil des im System installierten Firefox, sondern läuft separat.

So, nachdem alle Klarheiten beseitigt sind, seid ihr dran: Wie ist euer Eindruck vom Firefox 4.0 in der Beta-Variante? Habt ihr auch noch ein paar Trick auf Lager, die wir nicht genannt haben? Ab damit in die Kommentare.

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