Grundausstattung für jeden Windows-Rechner: Top 10 Freeware für den Neustart

Endlich auf Windows 7 umgestiegen? Den alten Rechner für die Oma umrüsten? Laptop einrichten? Tabula rasa machen und den PC ganz von vorne ausstatten? Für den Neustart haben wir eine Liste mit den wichtigsten kostenlosen Programmen zusammengestellt, die auf keinem Windows-Computer fehlen sollten – unsere Freeware-Grundausstattung für jeden neuen Rechner.

1. Antivirenprogramm

Nach einer Neuinstallation eines Windows-Systems sollte das der erste Schritt sein: Ein Antivirenprogramm. Für den privaten Gebrauch kann man zwischen den nahezu gleichwertigen, bewährten Avast Free Antivirus, Avira Antivir (mit dem roten Schirmchen) und AVG Free wählen. Bei den Experten von AV-Test.org schnitt zuletzt Avast wiederholt am besten ab (PCworld 11/2010), vor den Zweitplatzierten Avira Antivir bzw. Panda Cloud (Chip 7/2010).

2. E-Mail und Browser

Hier ist vieles Geschmacks- und Gewohnheitssache; wer mit dem Internet Explorer klarkommt, braucht keinen zusätzlichen Browser. Der Firefox hat dagegen die größte Auswahl an Erweiterungen (Addons), um beispielsweise Werbung auszublenden, komfortabler zu suchen, gesperrte Youtube-Videos zu sehen. Chrome gilt als der schnellste Browser und bietet auch mehr und mehr Addons, funkt aber auch Daten zu Google zurück, wenn man das nicht ausschaltet.

Wer nicht sowieso ein Online-Postfach wie Googlemail etc. nutzt, kann auf das hervorragende Open-Source-Mailprogramm Thunderbird zurückgreifen, das im Mail-Bereich sogar Outlook aussticht.

3. Office

Auf das kostenpflichtige Microsoft Office kann man verzichten, wenn man eine der komfortablen Open-Source-Suiten installiert: Die Unterschiede zwischen OpenOffice und LibreOffice sind marginal. Sie bearbeiten beide auch alle Microsoft-Formate und bieten u.a. Texteditor, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. Nach einem Streit mit Oracle sind viele OpenOffice-Entwickler gegangen, um LibreOffice zu gründen. Inzwischen hat Oracle die OpenOffice-Entwicklung aber wieder an die Community zurückgegeben.

4. Video- und Audio-Player

Ein Player, der alles kann: VLC. Egal ob DVD, die abwegigsten Video-Formate und -Codecs, Musik-Listen – der VLC Media Player spielt nahezu alles ab. Außerdem kann das Programm Audio und Video konvertieren und mitschneiden – ein Alleskönner.

Wer seine Musik-Sammlung noch komfortabler als mit VLC oder dem Windows Media Player verwalten will, kann auf das ausgezeichnete Mediamonkey, das (etwas umständliche) Apple-Produkt iTunes (das aber eben auch iPhone und iPod synchronisiert) oder den bewährten Winamp zurückgreifen.

5. Foto- und Bildbearbeitung

Wer in Richtung Photoshop denkt, kommt im kostenlosen Bereich um GIMP nicht herum. Das Open-Source-Projekt arbeitet mit Ebenen, Effekten und vielfältigen Tools. Wer vor allem seine Fotos verwalten und grundliegend bearbeiten will, nimmt Picasa. Für Screenshots und deren schnelle Weiterverarbeitung bietet sich FastStone Capture Free an (die neueren Versionen sind kostenpflichtig, aber die ältere, kostenlose reicht für den Tagesgebrauch vollkommen aus).

6. Chat und Videotelefonie

Je nach Vorlieben: Inzwischen hat sich Skype als größter Chat- und Video-Telefon-Anbieter durchgesetzt. Wer andere Protokolle und Kontakte nutzt, sollte sich den Multi-Messenger Pidgin ansehen, der u.a. ICQ, AIM, MSN/Live Messenger und Google Talk gleichzeitig beherrscht.

7. PDF

Als kostenloser PDF-Reader bietet sich neben dem offiziellen Adobe-Reader vor allem der Foxit-Reader an. Wer selber PDFs erstellen will, braucht den PDF Creator, der dann als Drucker in Word & Co. ausgewählt werden kann.

8. Zip

Spätestens ab Windows 7 ist im Explorer schon ein Zip-Programm eingebaut. Für ältere Windows-Versionen, mehr Auswahlmöglichkeiten und exotische Packformate nimmt man 7-Zip.

9. Brennprogramm

Wer einen Rechner mit CD-, DVD- oder BluRay-Brenner hat, braucht kein teures Nero, um damit glücklich zu werden. Der kostenlose CDBurnerXP bietet ebenfalls die gesamte Palette – und läuft trotz des Namens natürlich auch auf Windows Vista und 7.

10. Festplatte sauber halten – von Anfang an

Dieser Punkt lohnt sich vor allem, wenn man den Rechner dann in Betrieb hat. Um den PC so schnell zu behalten wie am Anfang, säubert der kostenlose CCleaner die Festplatte von unnützen Datenresten und gibt die Kontrolle über die Registry zurück, und welche Programme so im Hintergrund gestartet werden.

Redaktionstipps: Wer Musik aufnehmen will, nimmt noch Audacity hinzu, wer Filme schneiden, VirtualDub.

So bekommt man allein mit kostenloser Software einen rundum nutzbaren Windows-PC. Jetzt seid ihr dran: Welche Programme installiert ihr noch standardmäßig bei einer Neuinstallation? Wir freuen uns über Kommentare.

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