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Jetzt reicht’s, iTunes! Gestern wollte ich mir FIFA 10 fürs iPhone runterladen, aber iTunes hakte und hing sich auf, die Rechnung für das nicht erhaltene Programm flatterte gerade in mein Postfach. Okay, passiert, ich habe das Problem gemeldet — aber auch das geht nicht per E-Mail, sondern nur über das Hochfahren von Browser, dann iTunes und Einloggen ins Konto. Eigentlich wollte ich schon zu unserem Blog-Karneval über diese für mich nervigste Software schreiben, nun ergreife ich das Momentum und schließe mich Techcrunch an: Es ist dringend Zeit für ein iTunes light, das einfach funktioniert und nicht alles Mögliche macht, was ich gar nicht will.

1. Ewige Ladezeiten

Okay, mein Rechner ist nicht mehr der neueste. Gerade dadurch habe ich eigentlich eine ganz gute Resistenz gegenüber langen Hochfahr- und Reaktionszeiten entwickelt — aber iTunes schlägt dem Fass den Boden aus. Noch dazu, wenn ich „nur schnell“ was machen will, eine Playlist auf mein iPhone schieben, mich über neue Apps informieren, oder gar Musik hören.

2. Schließen unter Windows

Das iTunes-Fenster setzt sich auf Windows nicht etwa an die obere Kante des Bildschirms, sondern knapp darunter, so dass ein anderes Programm mit der Leiste noch darüber erscheint (siehe Screenshot oben links). Wenn ich nun intuitiv iTunes rechts oben schließen will, erwische ich oft das Fenster dahinter. Das kann kein Zufall sein.

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3. Verzeichnisse öffnen

Ich habe noch einige alte gerippte CDs auf meinem Rechner, deren Mp3s nicht mit Name und Titel versehen sind. In jedem normalen Player könnte ich einfach zu dem Verzeichnis navigieren und die Files abspielen. Bei iTunes stehen sie irgendwo in der Liste — keine Chance, darauf zuzugreifen. Klar, ich könnte mit einem Hilfsprogramm alles umschreiben lassen, aber ich will doch einfach nur ein paar Dateien von meinem Computer hören.

4. Doppelte Apps

Kann sich das einer von euch erklären?

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5. DRM

Ich will mit meinen Dateien machen, was ich will. Wenn ich beim Synchronisieren immer die Angst haben muss, dass dann plötzlich vom iPod die Musik gelöscht wird, die nicht in meiner iTunes-Sammlung ist, oder ich mein iPhone nur mit einer bestimmten Zahl von Rechnern verbinden darf, und auch sonst relativ schleierhaft ist, was von iTunes getrackt und wo gespeichert wird, ist das Programm keine Hilfe, sondern eine Bedrohung.

6. iTunes-Verlinkung im Netz

Wenn ich hier im Blog eine iPhone-App empfehlen und verlinken will, kann ich nicht etwa direkt irgendwo im Netz eine Adresse dazu eingeben, sondern muss mit einem speziellen iTunes-Link-Programm eine URL ermitteln, die dann iTunes öffnet. Ginge das nicht verdammt noch mal auch im Browser?

7. iTunes Light

Nein, ich will mit iTunes nicht fernsehen, Radio hören, den Genius-Dienst nutzen, Videos sehen, meine gesamte Musiksammlung verwalten lassen. Am liebsten würde ich es gar nicht benutzen, wenn das iPhone auch auf einem anderen Weg ansprechbar wäre. Umgekehrt ist die iPhone/iPod-Integration quatsch für Leute, die einfach nur Musik hören wollen. Gebt mir eine Installation, wo ich das selbst auswählen kann! Vielleicht läuft das Programm dann auch schneller.

So werde ich jedenfalls nicht auf Apple umsteigen.

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