LimeWire: P2P-Download-Tool am Ende

Der P2P-Filesharing-Dienst LimeWire schließt nach massivem juristischen Druck durch die Musikindustrie seine Pforten.

LimeWire ist tot. Sämtliche Relay-Server, mit denen sich die hunderttausendenClients verbinden mussten, um Verbindung zum offenen Gnutella-Netz aufzunehmen, wurden vom Netz genommen. Damit dürften innerhalb der nächsten Stunden auch sämtliche installierten LimeWire-Varianten nicht mehr funktionieren – ausgenommen als Media Player. Die Betreiber von LimeWire, Lime Group, reagieren damit auf den anhaltenden juristischen Beschuss der Vertreter der amerikanischen Musikindustrie, RIAA, der in einer Niederlage vor dem US-Federal Court im Mai diesen Jahres mündete. Im Gerichtsurteil hieß es, dass die Betreiber Mitverantwortung für den illegalen Tausch von urheberrechtlich geschützten Musikstücken trügen.

LimeWire ist insofern ein unüblicher Webdienst, als dass er offen in Form einer New Yorker Firma agiert, wodurch er juristisch angreifbar wurde. Zwar bietet LimeWire auch legale Musik an, jedoch dürfte die Hauptattraktion der Software der kostenlose Download von MP3-Dateien aus einem riesigen Musikarchiv gewesen sein. Die LimeWire-Anhängerschaft dürfte jedoch trotz des Shutdowns schnell Alternativen finden. So existieren nicht nur mit FrostWire eine Open Source-Variante von LimeWire, die vollständig dezentral funktioniert, sondern mit RapidShare, eD2K/eMule, BitTorrent, FileSharing über One Click Hoster und das gute alte Turnschuhnetzwerk diverse Möglichkeiten, Musik und andere Daten illegal zu tauschen. Trotz einzelner gewonnener Schlachten ist der Krieg für die Contentindustrie wohl nicht mehr zu gewinnen.

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