Für Soundspezialist Dolby begann der Börsenabflug schon ein paar Tage vor dem Rest der Welt. Mit Microsoft hat das Unternehmen nämlich einen Großabnehmer verloren. Dieser sieht sein kommendes Betriebssystem Windows 8 wohl nicht mehr als Multimedia-Anlage und verzichtet von Haus aus auf Surround-Unterstützung.

Bei Business Insider geht man (mangels offiziellen Statement seitens Microsoft) davon aus, dass Micrsofts Abkehr von Dolby mit einer generellen Strategieänderung einhergeht. Mit Windows Vista begann Microsoft 2007, PCs mit entsprechendem Betriebssystem als Multimedia-Center zu positionieren. Mit der beigelegten Software Windows Media Center sollte der Computer fortan auch als Heimkinoanlage fungieren. Da PCs aber Stromfresser sind und neben dem Fernseher positioniert auch durch störende Geräusche auffallen, orientieren sich Kunden wohl eher an anderen Lösungen – wie zum Beispiel der Xbox 360, auf der die Abspielsoftware inklusive Dolby-Support ebenfalls installiert ist.

Die Strategie könnte daher sein, Die Xbox 360 als Heimkinoanlage weiter zu stärken und sich bei Windows 8 noch mehr auf den Support von Tablets und sonstigen mobilen Geräten zu konzentrieren. Bekanntermaßen soll dieses Feld ohnehin sehr viel stärker berücksichtigt werden. Wer den PC dennoch weiterhin als Heimkinoanlage nutzen möchte, wird auch dafür Lösungen finden. Anbietern entsprechender Soundsysteme und Softwareentwicklern steht es frei, Dolby-Produkte zu lizenzieren, um den PC entsprechend aufzurüsten.

Die Frage ist nun auch, ob Windows 8 denn überhaupt noch mit einem Media Center ausgerüstet wird. Denn andererseits wartet mit dem Video on Demand-Geschäftsmodell via Cloud ein riesiger Markt, auf dem Apple sich schon kräftig austobt. Microsoft wäre hier gut beraten, dem Konkurrenten das Feld nicht gänzlich zu überlassen, sondern mit seiner Zune-Marke kräftig mitzumischen.

Im vergangenen Jahr machten die Microsoft-Lizenzen 12 Prozent des Jahresumsatzes Dolbys aus. Nach Verkündung des fehlenden Dolby-Supports auf Windows 8 fiel deren Börsenwert am vergangenen Freitag übrigens um 18 Prozent, was angesichts der derzeiten Börsenlage aber wohl nicht weiter auffallen dürfte.

Windows 8 soll im Laufe des Jahres 2012 erscheinen. Wer jetzt schon einmal einen kleinen Einblick in Windows 8 bekommen möchte, kann sich ja einmal unsere Hilfestellung zur Zusatzsoftware Rainmeter durchlesen, für die es ein Windows 8-Plugin gibt. Dieses täuscht die Kacheloptik vor, die zumindest für die Tabletversion zentral sein soll.

DownloadWindows 8-Funktionen schon jetzt nutzen

Winload-Tutorial, um schon jetzt einen Einblick in Windows 8 zu bekommen

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