Mozilla: Firefox wird keinen nativen Code ausführen

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Im Gegensatz zu Google möchte Mozilla seinen Browser Firefox nicht mit Adobe Flash verzahnen. Auch andere Plug ins, die innerhalb des Browsers Code ausführen, möchte man vermeiden und setzt lieber auf HTML5.

Gegenüber The Register äußert Jay Sullivan, Vizepräsident in Mozillas Produktsparte, dass die Zukunft von Onlineapplikationen innerhalb der Webstandards liegt, allen voran HTML5. Gegenüber Plug-ins, die Programme innerhalb des Browsers ausführen, äußert er sich kritisch. "Diese nativen Apps sind wie kleine Überraschungskisten innerhalb der Webseite. Das ist nicht das, wonach wir streben. Wir glauben an HTML, und darauf legen wir unseren Fokus."

Google äußert sich zwar ähnlich, vor allem bei der Unterstützung von HTML5 ist der Konzern ganz vorn mit dabei. Jedoch wurde erst vor kurzem Adobes Flash eng in den Browser eingebunden. Ebenfalls arbeitet man derzeit an einem Chrome-basierten Betriebssystem, dessen Entwicklerkit ebenfalls stark auf nativen Code ausgelegt ist.

Derzeit kann man auch bei Mozilla nicht vollständig auf Code-Plug-ins verzichten. Die jüngste Version des Browsers, Firefox 3.6.4, wurde vor allem dahingehend verbessert, dass sich Abstürze dieser Plug-ins nicht auf den ganzen Browser auswirken. Sullivan: "Wir versuchen eine Balance in der Realität des Webs von heute zu erhalten. Flash ist nun einmal da. Unsere Nutzer werden es nutzen, und es wird abstürzen. Wir wollen sie davor bewahren."

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