Nie mehr Passwort vergessen: die besten kostenlosen Passwort-Manager – Teil 3

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Im dritten und letzten Teil unseres Passwort-Manager-Specials zeigen wir euch mit dem Steganos Passwort-Manager Free ein Programm, das vollständig in deutscher Sprache gehalten ist. Mit 1Password haben wir zudem den besten, aber ausnahmsweise kostenpflichtigen Passwortmanager für Mac und iPhone gefunden. Zum Nachlesen: Im ersten Teil ging es um LastPass, im zweiten Teil um Keepass und RememberMe. Und zum Abschluss verraten wir auch noch, wie man sich sein Masterkennwort merkt.

Steganos Passwort-Manager Free

Der Steganos Passwort-Manager Free hat keine Probleme mit Begrifflichkeiten – hier findet sich der deutschsprachige Nutzer schnell zurecht. Das Programm verwaltet mehrere Identitäten – so kann jeder PC-Mitbenutzer seine eigenen Kennungen verwalten. Das Masterpasswort schützt den Schlüsselbund vor fremden Blicken. Auch Steganos setzt auf das Kategorien-Prinzip, mit dem die Einträge verwaltet werden können.

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Zu jedem Eintrag gehört neben den Zugangsdaten selbst auch eine Webadresse, die aber nicht zwangsweise ausgefüllt werden muss. Der Zugriff auf die Kennwörter erfolgt per Drag und Drop. Dabei wird zunächst die Website geöffnet. In die Login-und Passwortfelder werden dann aus Steganos die Daten per Drag and Drop gezogen. Dabei wird auf die Zwischenablage verzichtet, die immer wieder ein Angriffspunkt für Schadsoftware sein kann.

Kostenloser Download Steganos Passwort-Manager Free (Windows)
Passwörter verwalten per Drag-und-Drop

Der Steganos Passwort-Manager ist auch in einer kostenpflichtigen Version erhältlich, deren Funktionsumfang deutlich größer ist. Für 19,95 Euro erhaltet ihr hier eine TAN-Verwaltung fürs Onlinebanking, eine virtuelle Tastatur für die sichere Eingabe des Hauptpassworts und eine Zusatzsoftware für Windows Mobile, mit der die Passwortverwaltung auch unterwegs funktioniert. Die TAN-Verwaltung endet bei der Steganos-Lösung nicht in mühseliger Tipperei: Das Programm verwaltet auch eingescannte Listen. Ein Generator für sichere Passwörter und eine Programmversion für den USB-Stick sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Lästige Tipparbeit verhindert die automatische Ausfüllfunktion, die eure Zugangsdaten in die jeweilige Website einträgt.

Mit der kostenlosen Testversion des Steganos Passwort-Managers könnt ihr vor dem Kauf erst einmal ausprobieren, ob euch die Software zusagt.

Download Steganos Passwort-Manager (Windows)
Die kostenpflichtige Profi-Version

Die Lösung für iPhone und Mac: 1Password

Unter Mac OS X steht mit der Schlüsselbundverwaltung eigentlich schon ein Passwort-Manager zur Verfügung, der direkt ins System eingebaut ist. Doch auch den kann man noch verbessern, dachten sich die Entwickler des Programms 1Password. Und tatsächlich – es ist ihnen gelungen. Mit der Schlüsselbundverwaltung können nämlich nur Daten gesichert werden, die aus Login und Passwort bestehen – und das hilft herzlich wenig, wenn es um die EC-PIN oder die Kreditkarte samt Prüfziffer geht, um nur zwei Beispiele zu nennen.

1Password kann für euch nicht nur Login-Informationen sichern, sondern füllt euch auf Wunsch auch noch die Webformulare unter Safari und Firefox mit den gesicherten Informationen aus. Außerdem hilft das Programm, sichere Zugangskennungen zu erstellen:

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Einen Anti-Phising-Schutz besitzt 1Passwort ebenfalls – und verrät eure Zugangdaten nicht an x-beliebige Websites, sondern nur an die, die ihr frei gegeben habt. So wird verhindert, dass sich die (ausgedachte) Seite Poostbank.de die Daten eures Onlinebankings unter den Nagel reißt.

Auch 1Password setzt auf ein Masterkennwort, ohne das die Informationen nicht heraus gegeben werden. Im Unterschied zu einfachen Lösungen könnt ihr auch hier die Sicherheitsstufe euren Bedürfnissen anpassen. So kann 1Password zum Beispiel alle paar Minuten nach dem richtigen Masterkennwort fragen oder nur einmal am Tag. Das Masterpasswort kann man in der Schlüsselbundverwaltung unterbringen, oder aber manuell eintippen.

Die Informationen zu EC- und Kreditkarten, Konten und ähnlichen Daten könnt ihr zu unterschiedlichen Identitäten separat abspeichern. So lassen sich private und berufliche Daten und Karten perfekt trennen und ihr kauft nie mehr aus Versehen über die Firmenkreditkarte privat ein.

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Wer mehrere Accounts bei einem Dienstleister besitzt, wird sich darüber freuen, dass 1Password mehrere Logins verwalten kann. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn man mehrere Twitter-Konten unterhält.

Besonders reizvoll an 1Password ist die Synchronisation mit dem iPhone bzw. dem iPod touch. Für die Apple-Geräte bietet der Hersteller eine eigene App http://itunes.com/app/1PasswordPro an, mit der ihr eure Zugangsinformationen auch unterwegs einsehen könnt. Natürlich auch hier mit Verschlüsselung und Masterpasswort, damit Diebe keine Chance haben, an eure Daten heranzukommen.

1Password kostet rund 40 US-Dollar und läuft ausschließlich unter Mac OS X und als App auf dem iPhone/iPod touch.

Download 1Password Pro (Mac OSX)
Die Profi-Lösung für Mac und iPhone

Das Dilemma mit dem Master-Passwort

Alle Passwortmanager setzen auf ein Master-Passwort, was ihr euch unbedingt merken müsst. Und wer nun ein leicht zu ratendes Superpasswort benutzt, der muss Sorge um alle Kennungen haben. Das LoadBlog hat deswegen ein System für ein merkbares, aber sicheres Grundpasswort vorgestellt, das ihr auch als Masterkennwort verwenden könnt.

Gefährlich, aber machbar: Audrucken von Passwörtern

Zu Recht wird überall davon abgeraten, sich Kennwörter zur Sicherheit aufschreiben. Mit viel Grips haben die Entwickler von meine-passwortkarte.de ein System entwickelt, mit dem das trotzdem gefahrlos möglich ist.

Die Kennwörter werden dabei in einem farbigen Mosaik von Zahlen und Buchstaben auf einer kreditkartengroßen Fläche ausgedruckt. Ein Dieb kann mit den Daten dennoch nichts anfangen, denn die Kennwörter sind nur lesbar, wenn sie mit Hilfe einer individuellen Lesemethode aus dem Wust der Buchstaben wieder zusammen gesetzt werden. Wie das funktioniert, erklären die Entwickler der kostenlosen Webanwendung in einer ausführlichen Anleitung auf meine-passwortkarte.de.


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