Geht es nach OpenOffice-Besitzer Oracle, dürfen sich Entwickler nicht sowohl für deren Produkt als auch für den Fork LibreOffice engagieren. Es läge ein Interessenkonflikt vor.

Gott zum Gruße und aufgemerkt, Jynger der offenen Programme!

Der Rath der OpenOffice.org-Gemeinde hat getagt und Teyle der Weisesten von ihnen erhoben Klage gegen niedere des Rathes. Zunftmeister der Gilde Oraclewerfen freywilligen vor, schändliches zu tun, in dem sie sich auch einem anderen Rath, der Document Foundation, andienen. Dieser betreybt die Abspaltung des Programmes OpenOffice und preyst den Götzen LibreOffice. Dies siehet Oracle als Blasphemie am eigenen Werk!

So oder ähnlich (oder wahrscheinlich ganz anders) mag es für Aussenstehende manchmal klingen, liest man Meldungen aus der Open Source-Gemeinde. Um den oberen Absatz mit Sinn zu füllen: Der Rat der OpenOffice.org-Community hat in einem IRC-Chat getagt und sich hitzig über Mitglieder unterhalten, die sich neben OpenOffice auch an LibreOffice beteiligen. Hierbei handelt es sich um einen Fork des offenen Betriebssystems, welcher auch eine eigene Community, die Document Foundation, betreibt. Nun haben Mitarbeiter des Unternehmens Oracle, die die Rechte an OpenOffice halten, diejenigen, die sich sowohl im OpenOffice.org-Rat als auch im Rat der Document Foundation beteiligen, diese dazu aufgefordert, ersten zu verlassen. Es läge ein Interessenkonflikt vor. Nach Meinung der Oracle-Mitarbeiter könne man nicht beide Seiten, die sich in einer Konkurrenzsituation befinden, gleichermaßen unterstützen.

Es bleibt also weiterhin bei einer eher kühlen Stimmung zwischen beiden Fraktionen. Die Document Foundation hatte zuvor Oracle gebeten, an LibreOffice mitzuwirken. Das Unternehmen hatte dies abgelehnt.

* gesponsorter Link