RIOT: Cleverer Bildverkleinerer für’s Web

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Mit dem kostenlosen Tool RIOT kann man die Dateigröße von Bildern verringern, ohne dass die Qualität sichtbar darunter leidet. Wer Internetseiten gestaltet, ein Blog betreibt, in ein Forum postet oder einfach Fotos per E-Mail verschicken will, kennt das Problem: Bilder sind vermaledeite Bandbreitenfresser. Zwar haben heutzutage die meisten Webnutzer einen Breitbandanschluss, aber das Internet gelangt auch immer stärker auf Handys, die nicht immer optimale Verbindungen haben. Nach wie vor gilt also: Wer Bilder ins Netz stellt, sollte einen guten Kompromiss aus Dateigröße und Bildqualität finden.

Bildbearbeitungsprogramme können zwar problemlos JPG-Dateien speichern, meist auch mit anpassbarer Qualitätsstufe, das für Windows erhältliche Open Source-Programm RIOT (Abkürzung für Radical Image Optimization Tool) kann Bilder jedoch bei hoher Qualität wesentlich besser komprimieren als die meisten Bildbearbeitungen.

Bilder verkleinern mit RIOT – so geht’s

Zunächst einmal: RIOT kann nicht die Auflösung (also Länge und Breite) eines Bildes ändern, dafür verwendet man am besten eine herkömmlich Bildbearbeitung wie Paint.NET (bei geöffnetem Bild Strg+R drücken).

Außerdem ist zu beachten, dass das Ausgangsmaterial, also das zu verkleinernde Bild, nach Möglichkeit in optimaler Qualität vorliegen sollte. Sprich: Ein fertig bearbeitetes Bild in Paint.NET, Photoshop, Paintshop und Co. nicht direkt als JPG speichern! Grund: ein bereits komprimiertes Bild noch einmal zu komprimieren geht mit einem überproportionalen Qualitätsverlust einher. Da RIOT diverse Eingangsformate unterstützt, bieten sich stattdessen verlustfreie Dateiformate wie PNG, BMP oder TIF an. Das propietäre PSD-Format von Adobe Photoshop wird leider nicht unterstützt.

In unserem Beispiel halten wir uns daran allerdings nicht, da schon das Quellmaterial nur im JPG-Format vorliegt. Das Foto einer mit Grafitti bemalten Wand ist unser Versuchsobjekt. Die eigentliche Bilddatei misst 640 Pixel in der Breite und 480 Pixel in der Höhe und ist etwa 125 Kbyte groß.

bild element eigenschaften

Diese Datei wird in RIOT geladen. Das Programm zeigt auf der linken Seite zu Vergleichszwecken das Ursprungsbild an, rechts eine Vorschau des verkleinerten Bilds, dessen Kompressionsparameter wir “live” anpassen können.

riot-screenshot-1

Unter dem Bild befindet sich zunächst die Auswahl für das Zielformat. Faustregel: Fotos sollten JPG sein, Vektorgrafiken, Schaltflächen und Illustrationen besser GIF oder PNG.

Zwischen beiden Bildern kann man das Bild hinein- und herauszoomen (geht auch mit Strg+Mausrad), um im Detail zu untersuchen, ob Kompressionsverluste mit den gegebenen Parametern noch vertretbar sind, per 1:1-Button wird wieder auf die Originalgröße gezoomt. Darunter kann man Parameter für die jeweilige Ausgabedatei wählen, bei JPG etwa den Qualitäts-Prozentwert, bei GIF die Anzahl der Farben in der Palette usf. Hier ist Ausprobieren angeraten. Oft führen bei JPEGs eine Qualitätsstufe von 60 bis 70%, “progressive” aktiviert und mit “Chroma subsampling” auf “none” zu ordentlichen Ergebnissen, aber das ist abhängig vom Bild. Wer eine Ziel-Dateigröße für die Grafik braucht, kann das über die Funktion “Compress to Size” erreichen.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hier ein Vorher-Nachher-Vergleich (Die Bilder sind per HTML verkleinert, ein Klick öffnet sie in Originalgröße):

wand1

Ursprungsbild, 125 KB

wand1

Komprimiertes Bild, 57 KB
(JPEG-Qualität 60%, kein Chroma Subsampling, Progressive)

Das mit RIOT bearbeitete Bild ist in der Dateigröße um 55% verringert – ohne, dass die sichtbare Bildqualität darunter gelitten hätte. Selbste kleinste Detail an der Mauer sind weiterhin erkennbar, allenfalls im Zoom erkennt man leichte JPEG-Artefakte. Kein schlechtes Ergebnis, dass man mit weiteren Anpassungen sicher noch verbessern kann.

LoadBlog-Fazit: RIOT ist ein Supertool für jeden, der Bilder ins Netz stellt. Zwar hat die Oberfläche noch einige Ecken und Kanten, vor allem hinsichtlich Stapelverarbeitung, die wichtigsten Funktionen sind jedoch gut bedienbar und funktionieren einwandfrei mit hervorragenden Ergebnissen.

Kostenloser Download: RIOT  (Windows)
“Radikaler” Bilverkleinerer

Tipp: Auf der Hersteller-Website gibt’s RIOT auch in einer portablen Version, die nicht installiert werden muss.

Weitere Themen: Lucian Sabo


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