Snow Leopard (Schneeleopard)
Den Start von Apples neuester OS X-Inkarnation, Snow Leopard, kann man als holprig bezeichnen, ohne sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Während es aber bis dato nur „kleinere“ Sicherheitslücken wie eine veraltete mitgelieferte Flash-Version und einige Software-Inkompatibilitäten waren, die den Usern das kostenpflichtige Betriebssystem-Update vergälten, ist nun ein Bug bekannt geworden, der hochgefährlich für sämtliche persönlichen Daten ist.

Unter bestimmten Umständen löscht Snow Leopard sämtliche Nutzerdaten des Hauptaccounts inklusive der persönlichen Dateien, wenn man sich in das Betriebssystem mit einem Gastkonto einloggt, selbst wenn das versehentlich geschieht, berichten verschiedene Quellen im Netz. Anscheinend tritt dieser Fall nicht immer ein, jedoch bestehe eine „gute Chance“ dafür, dass eine „massenhafte Löschung“ der Daten eintrete, so das US-Blog Engadget.

Wie es scheint, sollen nur Nutzer betroffen sein, die von Leopard auf Snow Leopard aktualisiert haben. Der Fehler äußere sich darin, dass das Verzeichnis für persönliche Daten zwar noch vorhanden, aber komplett geleert wird und der Haupt-Benutzeraccount sich im fabrikneuen Zustand zu befinden scheint, sobald man sich vom Gastaccount aus wieder in den Hauptaccount einlogge. Apple hat noch nicht offiziell Stellung bezogen.

Das Loadblog empfiehlt, die Pfötchen vom Gastkonto in Snow Leopard zu lassen, bis der Bug behoben ist, außer natürlich man empfindet Freude an Tabula Rasa in Bezug auf die eigenen Daten. Doch den vollen Sack an sarkastischen Bemerkungen beiseite geschoben, der einem hierzu einfällt und Stellung für Snow Leopard bezogen: Marie nennt im Loadblog 5 gute Gründe für ein Update auf Mac OS 10.6.

Wie sieht es aus bei euch? Habt Ihr nach dem Update wichtige Daten verloren, euch gar in die Windows-Welt zurückgewünscht? Oder seid Ihr eher von der „Unter Linux wär‘ das nicht passiert!“-Fraktion? Ab damit in die Kommentare!

Bild „Gähnender Schneeleopard“: Tambako (cc)

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