Apple: Update von Malware-Signaturen aus Imagegründen verheimlicht?

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Apple hatte mit dem Update auf OS X Snow Leopard 10.6.4 die Datei XProtect.plist aktualisiert, die Informationen über bekannte Schadsoftware für das Apple-Betriebssystem enthält. Auffällig dabei ist, dass das Update nicht in den Release Notes erwähnt wurde.

Neu in dieser Liste hinzugefügt wurde ein Eintrag für den Trojaner „HellRTS“, der sich als iPhoto getarnt verteilt und in der Lage ist, Spam-E-Mails zu versenden, die Zwischenablage auszulesen, Zugriff auf Dateien zu erhalten, Screenshots zu erstellen und persönliche Daten an böswillige Personen zu versenden.

Graham Cluley von Sophos kritisiert in seinem Firmenblog die Politik Apples, solche Gefahren nicht öffentlich zu machen. Mac-Usern werde so eine falsche Sicherheit suggeriert. Der in Mac OS X implementierte Malware-Schutz sei bestenfalls rudimentär und ersetze kein echtes Antivirenprogramm. Natürlich könnte man Cluley hier auch Befangenheit attestieren, schließlich arbeitet er für einen Hersteller von Security-Software. Dass Mac-Nutzer nicht ausreichend sensibel für die Tatsache sind, dass auch Ihr Betriebssystem Ziel von Malware ist, dürfte jedoch eine schwer zu widerlegende Aussage sein.

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