Am 31. Mai 2010 ist es wieder soweit: Zeit für die Abgabe der Steuererklärung – sofern sie ohne Hilfe eines Steuerberaters eingereicht wird. Wer Geld zurückerwartet, sollte die Steuererklärung mit Hilfe des Steuerprogramms Elster online einreichen.

Die Finanzministerien stellen zu diesem Zweck das Steuerprogramm ElsterFormular zur Verfügung. Es lässt sich auf den Länderseiten dem Ministerien kostenlos herunterladen. Praktisch: Elster übernimmt bei wiederholter Nutzung die Angaben aus dem Vorjahr. Wer seine Steuererklärung elektronisch einreicht, erhält zudem schneller sein Geld. In der Regel kommt der Bescheid innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der Einreichung, da die Finanzämter die Elster-Anträge bevorzugt bearbeiten. Auf Wunsch versendet die Behörde zusätzlich einen elektronischen Steuerbescheid, der anzeigt, an welchen Punkten das Finanzamt von der Erklärung abgewichen ist.

Tückisch ist jedoch die Plausibilitätsprüfung, die Elster automatisch vor dem Einreichen durchführt: Die Software weist den Anwender auf widersprüchliche Eingaben hin, liefert jedoch keine Erklärung dafür, warum der Wert nicht stimmt. Hier müsse das Programm mehr Informationen liefern, fordert BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. ElsterFormular könne deshalb kein Ersatz für eine professionelle Steuerberatungssoftware kommerzieller Anbieter oder die fachkundige Beratung eines steuerlichen Beraters sein.

 Die Abgabe elektronischer Einkommensteuerklärungen per Internet ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen. 2009 wurden online 8,3 Millionen elektronische Einkommensteuerklärungen (ELSTER) abgegeben. Das waren 100.000 oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Hightech-Verband BITKOM mitteilt.

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