Verschiedenste Video-Formate auf DVD brennen (für den DVD-Player): Avi, Mov, Mkv, Wmv…

Manchmal hat man auf dem Rechner Videos herumliegen, die man lieber auf dem DVD-Player am Fernsehgerät ansehen möchte – oder auch auf DVD zu Freunden und Familie mitnehmen oder verschenken. Die kostenlose Open-Source-Software DVD Flick erledigt das Umwandeln und Brennen auf eine abspielbare DVD in wenigen Schritten – und beherrscht so ziemlich jedes verbreitete Video-Format. Wir zeigen, wie es funktioniert.

Zwar arbeiten alle großen Technik-Hersteller an Lösungen, wie Computer-Inhalte ohne Umweg auch auf dem Fernseher dargestellt werden können, aber viele Leute nutzen (wie ich) eben einen guten alten DVD-Player, der nicht unbedingt alle Video-Daten-Formate versteht.

Das Programm DVD Flick ist ziemlich narrensicher, bei meinen Tests kam es mit diversen Formaten klar. Wie es beim Erstellen einer abspielbaren DVD allerdings der Fall ist, dauert die Umrechnung aufs DVD-Format auch gut mal eine halbe Nacht. Für das schnelle Rüberkopieren und Abspielen eignet sich dieser Weg also nicht. Wer aber etwas mehr Zeit hat (z.B. für die Urlaubsvideos als Geschenk an die Familie) kann mit DVD Flick auch ein kleines Menü auf der Silberscheibe erstellen.

Hier die Anleitung Schritt für Schritt:

1. DVD Flick herunterladen und installieren

Das Open-Source-Programm gibt es kostenlos und beherrscht einen ganzen Strauß von Formaten. Für eine DVD müssen Filme in MPEG-2 vorliegen, das Gute an DVD Flick ist, dass die Software andere Dateien wie Avi, Mov, Mpg, WMV, Mp4, Flv, Mkv  u.a. in einem Rutsch umwandelt und dann brennen kann (hier die komplette Übersicht aller Codecs und Formate).

Hier bei Winload kann man DVD Flick kostenlos downloaden, dann muss man es noch installieren (Windows XP, Vista, 7).

2. Videos hinzufügen

Rechts oben bei “Add title” fügt man neue Video-Dateien hinzu (oder man zieht sie per Drag und Drop ins Fenster). Bei DVD Flick heißen die einzelnen Videos “Title”, dadurch nicht verwirren lassen.

dvd flick hinzufügen

Dann erscheinen die hinzugefügten Dateien im mittleren Fenster. Per Doppelklick auf die einzelnen “Titles” kann man noch einige Einstellungen vornehmen, wie Untertitel, eine andere Tonspur, Kapitel – für den einfachen Gebrauch muss hier aber nichts mehr getan werden.

3. Projekt einrichten

Die Oberfläche von DVD Flick ist ziemlich übersichtlich, und die Standard-Einstellungen sollten in den meisten Fällen schon stimmen. Trotzdem ein kleiner Blick auf das “Project Settings”-Menü:

dvd flick project menu

Hier kann man die Größe des Zielmediums (also die Kapazität der DVD) einstellen. Bei einer normalen DVD-R ist das die 4,3 GB-Einstellung. Wer spezielle Wünsche hat, kann hier eben auch andere Zielmedien eingeben (Dual Layer DVD, Mini-DVD, CD-R oder wie auch immer).

Im Reiter “Video” kann man noch das TV-Format auswählen, in Europa meist PAL, in den USA NTSC. Bei der Encoding-Qualität kann man einstellen, ob man lieber länger wartet auf bessere Qualität, oder ob man wenig Zeit hat.

Im Reiter “Burning” kann man auswählen, ob das Ergebnis direkt auf DVD gebrannt werden soll, oder erstmal auf Festplatte als ISO-Image gespeichert werden soll. Wer gerade keinen DVD-Rohling zur Hand hat, kann also auch erst das Image speichern und dann später brennen, z.B. mit dem bewährten ImgBurn oder dem FinalBurner.

dvd flick brennen

4. Optional: Menü einrichten

Wenn man viele unterschiedliche Videos auf einer DVD unterbringt, bietet sich ein Menü an – das ist aber optional. Ohne Menü brennt die Software die einzelnen Filme einfach als Tracks, so dass man per Fernsteuerung von Video zu Video vorspringt. DVD Flick ist kein ausgefuchstes DVD-Authoring-Programm (hier ist etwa das ebenfalls kostenlose DVDStyler komfortabler), dafür ist es kinderleicht zu bedienen.

dvd flick
Unter “Menu Settings” kann man eine der Vorlagen auswählen. Oben erscheint dann der Titel, den man der DVD unter “Project Settings” gegeben hat. Mit Klick auf “Preview” bekommt man eine Vorschau angezeigt. Mit dem Knopf “Accept” wird das ausgewählte Menü-Format dann gespeichert.

5. Speicherplatz festlegen

Am unteren Ende des DVD-Flick-Fensters wird der Speicherplatz angegeben. Auch wenn das ISO-Image nicht gespeichert wird und direkt gebrannt wird, braucht man zum Umrechnen des Formats eine Menge Platz. Wie viel genau, steht rechts am Rand.

dvd speicher

6. DVD Brennen

Jetzt eigentlich nur noch auf “Create DVD” klicken, und es geht los. Während decodiert wird, kann man z.B. noch festlegen, dass der Computer nach dem Brennen herunterfahren soll (was sich anbietet, wenn es um eine große DVD geht und die Sache bis in die Nacht geht).

Fazit

Der große Vorteil von DVD Flick ist, dass das Programm nahezu jede Video-Datei automatisch in das richtige Format umrechnet – und man im Grunde sehr schnell und einfach loslegen kann: Videos hinzufügen, unter “Project Settings” den “Burn”-Kasten anhaken, brennen, fertig!

Download
Kostenloser Download DVD Flick
Bei Winload.de

 

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