Kopieren, verschieben, entfernen, umbenennen – die mit Abstand am häufigsten genutzten Funktionen in Windows sind seit Jahren praktisch unverändert. Mit Windows 8 möchte Microsoft das Dateimanagement behutsam verbessern. Und zum Glück nicht revolutionieren.

Microsoft hat laut Blogeintrag ermittelt, dass über 50 Prozent aller Windows-Kommandos auf das Dateimanagement, also das Kopieren, verschieben oder entfernen von Dateien, entfallen. Davon sind wiederum über 50 Prozent in weniger als 10 Sekunden erledigt, 20 Prozent brauchen jedoch mehr als 2 Minuten. Windows 7 und Vorgänger sind eben nicht darauf angelegt, tatsächlich größere Dateimanagementaufgaben wie ganze Festplattenwechsel vorzunehmen, so dass sich Nutzer mit Drittanbietern wie FastCopy oder TeraCopy behelfen.

In Windows 8 soll nun vieles besser, aber nicht alles anders werden. Dort, wo es nötig ist, dreht Microsoft ein wenig an den Schrauben. Dies betrifft vor allem das Ausführen mehrerer Prozesse, die Geschwindigkeit und Probleme bei bereits vorhandenen Dateien.

Werden mehrere Kopiervorgänge ausgeführt, finden sich die einzelnen Prozesse nun einem einzigen Fenster. Dort stehen diese untereinander und können miteinander verglichen werden. Der Clou: In den Details wird in einer laufenden Statistik erkennbar, welcher Prozess wieviel Ressourcen verbraucht. Bei Bedarf kann der Kopiervorgang nun auch pausiert und später wieder aufgenommen werden. So werden Ressourcen für einen anderen Vorgang frei. Außerdem können vom Kopierfenster sowohl Start- als auch Zielordner direkt aufgerufen werden.

Microsoft gibt außerdem an, die geschätzte Zeit eines Vorgangs nun besser voraussehen zu können. Man gibt aber auch zu, dass dies nach wie vor ein praktisch unmögliches Vorhaben ist, da zu viele Faktoren wie zum Beispiel plötzlich anspringende Virenscanner eine Rolle spielen.

Verbessert soll schließlich auch das Management bei Dateinamenskollisionen werden. Derzeit hat man die Möglichkeit, eine Datei zu ersetzen, umzubenennen oder die neue Datei zu verwerfen. In Zukunft öffnet sich für den Fall einer berteits vorhandenen Datei ein Fenster, in der sowohl die alte als auch die neue Datei in einem Vorschaubild angezeigt wird. So kann man leichter feststellen, welche die relevantere Datei ist. Dies funktionert dann auch für alle eventuellen Kollisionen in einem Kopiervorgang, so dass dies in einem Abwasch erledigt werden kann.

Das eigentliche Highlicht verrät Microsoft aber ganz zum Schluss: Zahlreiche Bestätigungsabfragen sollen in Windows 8 wegfallen. So wird in Zukunft nicht mehr gefragt, ob eine Datei in den Papierkorb verschoben werden soll (welcher ja selbst noch eine Sichereitsbarriere ist), und auch Ordner werden künftig von alleine zusammengeführt.

Für größere Dateitransaktionen auf Windows 7 empfehlen sich nach wie vor Programme von Drittanbietern:

DownloadTeraCopy

Dateien schneller verschieben – vor allem zwischen Festplatten

DownloadFastCopy

Alternatives Dateimanagement mit MD5 Verifikation

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