WordPress 3.0: Funktionen, Links, Upgrade oder nicht?

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Die neue Version der populären Blogging-Plattform WordPress 3.0 ist gestern erschienen. Mit WordPress kann jeder ein eigenes Blog auf einer Domain aufsetzen, auch das LoadBlog verwendet WordPress. Wir schauen uns an, was neu in WP 3.0 ist, verweisen auf Tutorials, wie man die neuen Funktionen in sein Blog einbinden kann und klären, wer updaten sollte und wer nicht.

WordPress = WordPress?

Man sollte zunächst zwischen WordPress.org und WordPress.com unterscheiden. Ersteres ist ein Software, genauer, ein auf PHP aufsetzendes Script, das man sich auf einem eigenen oder angemieteten Webserver installiert. Letzteres ist dagegen ein Internetdienst, bei dem man sich schnell und unkompliziert ein eigenes Blog einrichten kann. Bei uns geht’s um die selbst installierbare Software von WordPress.org.

WordPress 3.0: Die neuen Funktionen


Twenty Ten: Das neue Standardtheme enthält die Möglichkeit für mehrfach verschachtelte Navigation

Ein großer Versionssprung wie der auf 3.0 bringt natürlich eine Menge neuer Funktionen mit. Das sind im einzelnen:

  • Selbst definierte Seitentypen: WordPress kannte bis jetzt nur Posts und Pages. Nun kann man dem WordPress auch beibringen zum Beispiel ein Terminkalender oder eine Kontaktdatenbank sein.
  • Verschmelzung von WordPress und WPMU: Nun kann eine WordPress-Version viele Blogs auf einmal beherbergen. Das war zuvor WordPress MU (Multi User) vorbehalten.
  • Neues Standard-Theme: Das gute alte Kubrick ist in die Jahre gekommen. WordPress’ neues Theme Twenty Ten sieht elegant aus, unterstützt alle neuen Funktionen, ist besser anpassbar und kann sehr gut als Basis für neue Themes verwendet werden.
  • Selbst gestaltete Menüs mit mehreren Ebenen: Bis dato war man in der Darstellung der Links in einer Sidebar sehr eingeschränkt. Nun kann man eine mehrdimensionale hierarchische Darstellung wählen, die Reihenfolge per Drag & Drop ändern und sogar eigene Links einfügen.
  • Umfangreiche Online-Hilfe: Viele Funktionen und Menüs im WordPress-Dashboard sind jetzt dokumentiert. Wer Hilfe braucht, klickt einfach auf den Hilfe-Button
  • Produktpflege: Viele Kleinigkeiten und Bugfixes wurden eingepflegt.

WordPress 3.0: Hilfreiche Links

WordPress 3.0: Jetzt updaten oder warten?

Sollte man auf keine der Funktionen in WordPress 3.0 dringend angewiesen sein, ist es empfehlenswert, noch etwas zu warten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird in den nächsten Wochen bereits ein erstes Service-Release erscheinen, das Fehler ausbügelt, die erst jetzt auffallen. Auch viele Plugins dürften mit WP 3.0 noch nicht kompatibel sein. Aber auch wer vollständig zufrieden ist mit seiner bisherigen WordPress-Version und sich beispielsweise nicht schon wieder an ein neues Backend gewöhnen möchte, kann getrost warten – Bugfixes werden nach wie vor auch für die alte WordPress-Version 2.9 herauskommen – zumindest vorerst. Unsere Empfehlung also: Updaten, ja, aber mit Bedacht und erst, wenn Version 3.0.1 draußen ist.

Kostenloser Download: WordPress 3.0
Server mit PHP5 empfohlen

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