Softwarepiraterie - Wirtschaftskrise lässt Pirateriequote in Deutschland steigen

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Laut einer Studie der BSA (Business Software Alliance) hat sich in Deutschland und in weltweit 18 Ländern die Quote von Softwarepiraterie im letzten Jahr erhöht. Den BSA-Berechnungen zufolge wurde 2009 in Deutschland Software in einem Wert von 1,35 Mrd. Euro raubkopiert. So steigt die Prozentzahl der illegal genutzten Software von 27 % auf 28 %.
Mediabiz zitierte Georg Herrnleben, Director Zentral- und Osteuropa, der Buisness Software Aliiance:

“Am Ende der schlimmsten Rezession seit zwanzig Jahren müssen wir die Regierungen, Unternehmen und Endanwender verstärkt über die Risiken und Nachteile des Softwarediebstahls aufklären, vor allem auch auf die verheerenden Auswirkungen auf die örtliche Wirtschaft.”

Obwohl gerade in Osteuropa im Jahr 2009 die Anzahl an Piraterieaktivitäten stark sank, wurde folgende Stellungnahme von Robert Holleyman, President und CEO der BSA, abgegeben:

”In 2009 gab es auch Fortschritte im weltweiten Kampf gegen die Softwarepiraterie. Piraterie behindert die Innovation in der IT, die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum vor Ort. Sie beraubt die Regierungen der damit verbundenen Steuereinnahmen. Die Studie zeigt auf, dass Regierungen auf der ganzen Welt noch stärkere Anstrengungen unternehmen müssen, um diesen Software-Diebstahl zu verhindern”

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegt die Pirateriequote durchschnittlich bei 35 %. Luxemburg ist mit 21 % der niedrigste Teilnehmer, wobei unser Nachbarland Frankreich mit 40 % die höchsten Anteile aufweisen kann.
Falls man aber außerhalb der EU sucht, kommt Georgien ins Blickfeld. Laut BSA wird in dem Kaukasusstaat 95 % der genutzten Software illegal eingesetzt. Die niedgrigste Quote kann die USA mit 20 % aufweisen. Diese Prozentzahl ist internationaler Spitzenwert. Dort beträgt der Schaden ”nur” 8,390 Mrd. US-Dollar.

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