Abofallen-Betreiber zu fast vier Jahren Haft verurteilt

Hüseyin Öztürk

Im Internet muss man sich nicht nur vor Viren, Würmern, Trojanern und anderer Schadsoftware in Acht nehmen, sondern auch vor Betrügern, die mit sogenannten Abofallen die Unwissenheit von gutgläubigen Menschen ausnutzen und sie um ihr Geld bringen. Nun muss einer dieser Betreiber für fast vier Jahre in den Knast.

Abofallen-Betreiber zu fast vier Jahren Haft verurteilt

Wie unsere Kollegen von Winfuture berichten, wurden jetzt mehrere Angeklagte im Zusammenhang mit Abofallen vom Landgericht Hamburg zu Haftstrafen verurteilt. Während der Hauptangeklagte drei Jahre und 9 Monate aufgebrummt bekam, kamen seine Komplizen noch relativ glimpflich davon. Fünf Beteiligte erhielten Bewährungsstrafen zwischen 12 und 22 Monaten. Ein Angeklagter wurde wegen minderschwerer Schuld freigesprochen. Darüber hinaus verhängte das Gericht auch noch Geldstrafen von bis zu 2.800 Euro.

Der Grund für die hohe Gefängnisstrafe für den Hauptangeklagten resultiert aus der Tatsache, dass er nach Ansicht des Gerichts eine hohe kriminelle Energie aufweise, die sich auch in einem Chat-Protokoll zeige, wo es ihm darum gehe “die Dummen und die Angstzahler” zu erreichen. Die bereits vorhandenen Vorstrafen haben sich sicherlich auch nicht positiv auf sein Urteil ausgewirkt. Zwar habe der Angeklagte die Gutmütigkeit der Menschen ausgenutzt, die zuständige Richterin gab aber auch zu bedenken, dass auch die Opfer eine nicht unerhebliche Mitschuld tragen. Schließlich hätte man mit ein wenig Aufmerksamkeit erkennen können, dass solche Angebote Folgekosten nach sich ziehen können. Zudem sollte man immer stutzig werden, wenn für Software ein Formular ausgefüllt werden muss, die man normalerweise kostenlos herunterladen kann.

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